Horst-Janssen-Museum

Nanne Meyer: überAll. Von Punkthelligkeiten und Turbulenzmustern

30. Januar bis 15. Mai 2022
Mit Nanne Meyer (* 1953 Hamburg) hat das Horst-Janssen-Museum eine Zeichnerin eingeladen, die sich schon vor vielen Jahren für dieses Medium entschieden hat. Das Medium Zeichnung schränkt sie nicht ein, sondern inspiriert sie – im Gegenteil – zu immer neuen „Weltanschauungen“. Ihre neuesten Arbeiten kreisen um nichts Geringeres als das Universum. In den zum Teil riesigen Formaten und sehr freien Kompositionen geht es um die Frage: Wo bin ich (in der Welt) verortet? Mit Titeln wie „Universum“, „Meteoriten“, „Ränder der Welt“, „Freier Fall“, „Sternenzelt“ und „Quantenschaum“ zeigt die Künstlerin unterschiedlichste Werkgruppen, die eine Ästhetik des Staunens und der Ungewissheit beschwören.

Nanne Meyer zeichnet mit Blei- und Farbstift, Wachs- und Ölkreide, Kugelschreiber, Acryl und Tinte, Pastell, Gouache und Dispersionsfarbe und zeigt, wozu die Zeichnung fähig ist. Die Werke stammen überwiegend aus den vergangenen zwei Jahren und werden auf zwei Etagen des Hauses gezeigt.

Edith-Russ-Haus

Clara Jo: Mirror-Touch

27. Januar bis 27. März 2022
Die zentralen Arbeiten in der Ausstellung Mirror-Touch von Clara Jo sind immersive Videoinstallationen. Sie hinterfragt in diesen gleichermaßen sinnlichen wie komplexen Werken konstruierte soziopolitische Beziehungen, die wesentlicher Bestandteil der menschlichen Erfahrung sind, und widmet sich dabei sensiblen Erzählungen der Geschichte und des Seins. Der Titel der Ausstellung ist aus der Psychologie entlehnt. Ein Mirror-Touch beschreibt einen taktilen körperlichen Reiz, der entsteht, wenn man beobachtet, wie eine andere Person berührt wird. Im Kontext der Ausstellung wird der Begriff zu einer starken Metapher für Empathie und für die Sehnsucht danach – eine zentrale Idee in Clara Jos Werk.

Artothek

Neue Werke

10. Februar bis 16. Mai 2022
Die Artothek Oldenburg stellt vom 10. Februar bis zum 16. Mai 2022 ihre Neuerwerbungen in einer Ausstellung vor. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf ein farbenfrohes Spektrum der Gegenwartskunst von siebzehn regionalen und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern freuen. Präsentiert werden Malerei von Anita Buchholz, Elke Langer und Petra Jaschinski, Grafiken von Heike Kati Barath, Birgit Brandis, Sven Drühl, Karin Kneffel, Markus Lüpertz, Gerwald Rockenschaub, Ernst Wargalla und Nobuko Watabiki, Fotografien von Lioba Müller, Man Ray, Katharina Sieverding, Franz Josef Wieczorek und Tobias Zielony sowie eine Holzskulptur von Christoph Lankenau. Bereits während der Ausstellung können die Werke für die Ausleihe vorbestellt werden.

Pulverturm

Förderpreis Keramik im Pulverturm – Annegret Streu – Artefakte

3. Juli bis 28. August 2022
Die diesjährige Preisträgerin Annegret Streu verwandelt den mittelalterlichen Pulverturm in ein bizarres Reich voll wundersamer, organischer Artefakte. Für ihre keramischen Werke lässt sich die Hallenser Künstlerin von Fundstücken inspirieren, die sie im Laufe der Zeit gesammelt hat. Es hat etwas Magisches, wenn Annegret Streu diese Dinge in keramische Werke transformiert und ihnen eine neue Berechtigung verleiht. Dabei lässt sie persönliche Geschichten, Empfindungen und Erfahrungen einfließen, so dass sich die Realität des Stofflichen zur Imagination verschiebt. Wie in einem Denkarium tauchen im Pulverturm Objekte auf, von denen eine geheimnisvolle Aura der Vergänglichkeit ausgeht, die an karibische Korallenriffe, märchenhafte Kerzenleuchter und rätselhafte Relikte erinnern. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.