F Gemeindearchive von Osternburg, Eversten und Ohmstede

Seit 1843 liefen Bemühungen, Teile der Umlandgemeinden mit der Stadt Oldenburg zu vereinigen. Einen ersten Erfolg brachten die Vorschriften der Gemeindeordnung von 1855, nach denen der Äußere Damm, der damals noch zu Osternburg gehörte, der Stadt zugeschlagen wurde.

Die Landgemeinde Osternburg » (PDF) konnte sich erst in der wirtschaftlichen Notzeit nach dem 1. Weltkrieg dazu entschließen, mit der Stadt Oldenburg einen Eingemeindungsvertrag zu vereinbaren, der dann die Grundlage für das Gesetz vom 15. Juni 1922 betreffend die Vereinigung der Gemeinde Osternburg mit der Stadt Oldenburg (Oldenburgisches Gesetzblatt Band 41, S. 925) bildete und das am 1. Oktober 1922 in Kraft trat.

Die Stadt im Westen, Norden und Nordosten umspannende Landgemeinde Oldenburg war durch das Gesetz vom 15. April 1897 betreffend Teilung der Landgemeinde Oldenburg in zwei Gemeinden (Oldenburgisches Gesetzblatt Band 31, S. 293) in die neuen Gemeinden Eversten » (PDF) und Ohmstede » (PDF) aufgeteilt worden. Auch Eversten schloß mit der Stadt Oldenburg einen Eingemeindungsvertrag, der die Basis für das Gesetz vom 19. 06. 1924, betreffend Vereinigung eines Teils der Gemeinde Eversten mit der Stadtgemeinde Oldenburg und Bildung der Gemeinde Ofen (Oldenburgisches Gesetzblatt Band 43, S. 279) zum 1. August 1924 lieferte. Der größte Teil der Gemeinde Ohmstede, die keinen Eingemeindungsvertrag schließen wollte, wurde zwangsweise am 15. 05. 1933 durch das Gesetz betreffend die Vereinfachung und Verbilligung der öffentlichen Verwaltung vom 27. April 1933 (Oldenburgisches Gesetzblatt Band 48, S. 171) mit der Stadt vereinigt.

Die Registraturen der früheren Gemeinden kamen nach den Eingemeindungen in den Besitz der Stadt Oldenburg und bald danach ins Stadtarchiv. Akten der bis 1897 bestandenen Landgemeinde Oldenburg wurden bei ihrer Teilung in die Gemeinden Eversten und Ohmstede jeweils bei einer der neuen Gemeinden fortgeführt, so daß in beiden Registraturen Vorgänge der Landgemeinde Oldenburg überliefert blieben. Die Amtsbücher der Vorortgemeinden sind im Amtsbuchbestand der Stadt Oldenburg (Bestand 262-1 Ab) verzeichnet.