Förderverein ermöglicht aufwendige Restaurierung

„Der Kranich“ kehrt herausgeputzt ins Stadtmuseum zurück

Das Gemälde „Der Kranich“, das das Lieblingspferd Graf Anton Günthers (1583 bis 1667) zeigt und dem Künstler Johann Hauwert zugeschrieben wird, kehrt nach seiner Restaurierung frisch herausgeputzt wieder zurück ins Stadtmuseum. Es hängt seit Dienstag, 25. August 2020, in der provisorischen stadtgeschichtlichen Abteilung, wird aber im zukünftigen Neubau einen angemessenen Platz in der neuen Dauerausstellung finden. Ermöglicht wurde die Restaurierung durch eine großzügige Spende des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Oldenburg.

„Das Gemälde hat für die Sammlung des Stadtmuseums eine besondere Bedeutung, daher war die Unterstützung durch den Förderverein ein großes Geschenk“, sagt Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann. Zu sehen ist eine Darstellung des berühmten Pferdes Kranich, dem Lieblingspferd des Grafen Anton Günther. An mehreren Stellen im Stadtbild finden sich Darstellungen des Grafen mit seinem Pferd, das durch eine besonders lange Mähne und seinen Schweif auffällt, was vielen Bürgerinnen und Bürgern ein Begriff ist. Auf dem Gemälde, das noch zu Lebzeiten Graf Anton Günthers entstanden ist, werden diese Merkmale durch Bedienstete des Hofes präsentiert.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dem Haus die Restaurierung dieses Gemäldes schenken konnten. Dafür sind Freunde schließlich da“, so die Vorsitzende der Freunde und Förderer des Stadtmuseums, Inge von Danckelman.

Die Restaurierungsmaßnahmen

Das Gemälde ist um 1650 entstanden und misst 64 mal 78 Zentimeter. In den Händen der Restauratorin Anja Brigitta Haase ist es gereinigt worden, die Malschicht wurde gefestigt und Fehlstellen geschlossen, so dass es nun wieder strahlen kann. Eine besondere Herausforderung war laut der Restauratorin das Bearbeiten der Fehlstellen in Bereichen, in denen der Künstler Johann Hauwert mit mehrschichtigen dünnen Lasuren gearbeitet hat. Zusätzlich wurden auch am vergoldeten Zierrahmen Restaurierungsmaßnahmen ausgeführt.