Förderverein zahlt aufwendige Restaurierung

Fischbeck-Gemälde kehrt ins Stadtmuseum zurück

Der „Blick von Posillipo über Neapel auf den Vesuv“ ist endlich wieder ungetrübt: Das Gemälde des Oldenburger Malers Ludwig Fischbeck (1866 bis 1954) wurde in den vergangenen Monaten restauriert und erstrahlt wieder in neuem Glanz in der Francksen-Villa des Stadtmuseums. Eine großzügige Spende des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Oldenburg hatte die aufwendige Restaurierung durch Anja Brigitta Haase ermöglicht. „Da das 1904 entstandene Ölgemälde als Teil des Arbeitszimmers von Museumsgründer Theodor Francksen eine besondere Bedeutung hat, war die Unterstützung durch den Förderverein ein großes Geschenk“, so Franziska Boegehold, Sammlungsleiterin des Stadtmuseums Oldenburg.

Über das Arbeitszimmer

Das Arbeitszimmer ist einer der schönsten Räume in den historischen Villen und war für Francksen eines der wichtigsten Zimmer seines Wohn- und Museumskomplexes. Hier können die Besucherinnen und Besucher bis heute dem Charakter Francksens nachspüren, der sich zwischen Italiensehnsucht und Heimatliebe bewegte. Nach einer Italienreise gab Francksen das Landschaftsgemälde in Auftrag, mit dem er sich ebenso wie die heutigen Besucherinnen und Besucher für Momente nach Italien träumen konnte: durch die Panorama-Sicht vom Berg Posillipo auf Neapel und den Vesuv mit seinem rauchenden Schlot.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dem Haus die Restaurierung dieses Gemäldes schenken konnten. Dafür sind Freunde schließlich da“, so die Vorsitzende der Freunde und Förderer des Stadtmuseums, Inge von Danckelman. Auch Dr. Ummo Francksen, Gründungsmitglied des Fördervereins und Großneffe von Theodor Francksen freut sich sehr, dass das Bild wieder in altem Glanz erstrahlt.

Über die Restaurierungsmaßnahmen

Nachdem das Gemälde über 100 Jahre in einem in das Mobiliar eingepassten Rahmen über dem Dekor-Kamin gehangen hat, war das Motiv durch Schmutzablagerungen verblasst, die Farbe an vielen Stellen brüchig und Bilddetails wie der Vesuv im Hintergrund kaum noch zu erkennen. Mit der Restaurierung sind Farbe und Leinwand gesichert und Fehlstellen ergänzt worden. Mit der Rückkehr ist nun das Raum-Ensemble wieder komplett und lädt zu einem Besuch ein.