Siegerentwurf für Stadtmuseum vorgestellt

Oberbürgermeister Krogmann: Entwurf ist elegant, aber nicht elitär

Auf dem Weg zu einem neuen Stadtmuseum ist am Donnerstag, 24. Januar 2019, das Ergebnis des Architektenwettbewerbs vorgestellt worden. Das elfköpfige Preisgericht unter der Leitung von Prof. Rolf Schuster aus Düsseldorf favorisiert danach den Entwurf der Gruppe GME aus Achim. Platz zwei wurde an das Büro kbg Architekten aus Oldenburg vergeben.

„Der prämierte Entwurf hat sich städtebaulich als sehr funktional erwiesen und birgt durch sein offenes Foyer dafür, die Besucher ins Haus zu holen. Vor dem Hintergrund der schwierigen städtebaulichen Situation ist dies besonders hervorzuheben“, sagt der Vorsitzende des Preisgerichts Prof. Rolf Schuster.

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist der Entwurf „sehr elegant, aber nicht elitär. Damit erfüllt er viele Erwartungen, die auch in der Bürgerbeteiligung genannt wurden, vor allem ein hohes Maß an Offenheit und Transparenz“, so Krogmann. „Dem Büro ist es gelungen, eine starke städtebauliche Adresse zu setzen und diese mit hoher Funktionalität zu verbinden.“

Entwürfe im Stadtmuseum zu sehen
Sämtliche Ergebnisse des Wettbewerbs sind von Samstag, 26. Januar 2019, an im Stadtmuseum zu sehen. Dann besteht die Gelegenheit, sich während der Öffnungszeiten des Stadtmuseums die Entwürfe der 15 beteiligten Büros anzuschauen.

Über das weitere Vorgehen und die Kosten
Dem Ergebnis des Wettbewerbs werden nun allerdings noch konkrete Gespräche zur Ausführung des vorliegenden Entwurfs folgen. Der Entwurf sieht eine Neubaufläche von etwa 2.200 Quadratmetern vor, er wird an der Stelle des jetzigen Museumsbaus, der abgerissen wird, entstehen. Der momentane Zeitplan sieht einen Baubeginn im Jahr 2020 vor.

Die Kosten für den Neubau sind derzeit noch nicht genau zu beziffern. Fest steht der Zuschuss des Bundes in Höhe von 8,5 Millionen Euro. Ziel ist es, sich an der bisher ermittelten Gesamtsumme von etwa 17 Millionen Euro zu orientieren.

Im Vorfeld intensive Bürgerbeteiligung
Dem Wettbewerb war ein intensiver Prozess der Bürgerbeteiligung vorausgegangen. Vor der Sitzung des Preisgerichts hatten etwa 100 repräsentativ ausgewählte Oldenburgerinnen und Oldenburger die Möglichkeit, sich die Entwürfe anzusehen. Diese umfangreiche Bürgerbeteiligung kennzeichnet den gesamten Verlauf der Planung.

Bereits im Dezember 2016 hatten Fachtagung und ein sogenanntes „Stadtlabor“ stattgefunden. Dieser Prozess der Bürgerbeteiligung hatte zahlreiche Anregungen ergeben. Danach sollte das Museum „sichtbarer“ werden, also Richtung Innenstadt besser erkennbar sein. Es soll verstärkt ein lebendiger Ort für den Austausch zu Themen der Stadtgeschichte aber auch aktuellen zeitgeschichtlichen und politischen Fragen sein.

Welche Gebäude gehören zum aktuellen Stadtmuseum?
Kern des aktuellen Stadtmuseums sind die Francksen-Villen, die 1915 zum Stadtmuseum wurden. 1968 wurde das Gebäudeensemble um die „Neue Galerie“ erweitert, 1995 schließlich um den Hüppe-Saal.

Der Siegerentwurf in Bildern

Fotos: Büro GME