Oberbürgermeister will am Ball bleiben

Planung und Bau von Kunstrasenplätzen wird vorangetrieben

Auf städtischen Sportanlagen sollen bis 2021 drei neue Kunstrasenplätze entstehen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann will nun am Ball bleiben und Tempo machen. „Wenn alles gut läuft, könnte der erste neue Platz im Herbst 2020 entstehen. Davon profitieren besonders Vereine mit großen Jugendfußballabteilungen“, hofft Krogmann. 750.000 Euro sind für den ersten Kunstrasenplatz an der Kennedystraße eingeplant. Mit den voraussichtlich zur Verfügung stehenden Mitteln des Folgejahres ließen sich in 2019 auch bereits die Planungen für die beiden weiteren Plätze in Alexandersfeld (Post SV) und an der Brandenburger Straße vorantreiben.

Sportausschuss wählt Standorte aus
Die Stadt Oldenburg verfügt derzeit über 41 Naturrasenspielfelder und drei Kunstrasenplätze. Hinzu kommen Kleinspielfelder, Bolzflächen und vereinseigene Anlagen. Der Sportausschuss hatte in seiner Sitzung am 13. Februar 2019 die Standortauswahl für die neuen Kunstrasenplätze getroffen. Diese sollen vorrangig dort entstehen, wo zurzeit noch keine vorhanden sind: im Westen, Süden und Nordwesten Oldenburgs.

Gewinn für Sport-Infrastruktur der Stadt
Laut dem vom Rat am 17. Dezember 2018 gefassten Beschluss soll nach der Fertigstellung der drei neuen Plätze mit künstlichem Grün über den Bau von zwei weiteren beraten werden. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sieht in den geplanten Investitionen einen Gewinn für die Sport-Infrastruktur der Stadt. „Die natürlichen Rasenplätze leiden immer häufiger unter extremen Wetterlagen. In der vergangenen Saison sind so viele Spiele ausgefallen wie nie zuvor, weil die Naturrasenplätze über mehrere Monate für längere Zeit gesperrt waren“, erinnert Krogmann.

Entlastung für Sporthallen und Rasenplätze
Allgemein gilt, dass ein guter Rasenplatz 800 Stunden, ein Kunstrasenplatz 1.400 Stunden im Jahr genutzt werden kann. „Dieses Potenzial würde sich nicht nur entlastend bei der Vergabe von Sporthallenzeiten im Winter auswirken, sondern uns auch in die Lage versetzen, überbeanspruchte Rasenplätze vorübergehend aus der Nutzung zu nehmen, um wirkungsvoll Pflegemaßnahmen umzusetzen“, ergänzt Christiane Cordes, Leiterin des Amtes für Kultur, Museen und Sport.

Verfüllung gemäß ECHA-Empfehlung
Die neuen Kunstrasenplätze werden eine andere Verfüllung erhalten als ursprünglich vorgesehen. Hintergrund ist ein Vorschlag der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), wonach Kunststoffgranulate in verfüllten Kunstrasenplätzen ab September 2022 nicht mehr zulässig sein sollen. Stattdessen wird eine Verfüllung mit Kork oder Sand empfohlen.

„Obwohl diese Empfehlung noch keinen rechtlich bindenden Charakter hat und das Verbot der Verfüllung mit Kunststoffgranulat erst noch von der Europäischen Union beschlossen werden muss, nimmt die Stadt den Vorstoß der ECHA sehr ernst und prüft Alternativen“, sagt Christiane Cordes. Deshalb wird der Platz an der Kennedystraße nun mit Sand verfüllt. Für die übrigen soll die weitere Entwicklung abgewartet und zu einem späteren Zeitpunkt über die verwendeten Materialien entschieden werden.