Stadion-Neubau

Rat sendet mit Aufstellungsbeschluss Signal an DFB und VfB

Anpfiff für Stadion-Neubauplanung

Schon vor dem geglückten Drittliga-Aufstieg am Samstag, 4. Juni 2022, hat der VfB Oldenburg einen wichtigen Erfolg außerhalb des Rasens erzielt: Mit deutlicher Mehrheit votierte der Rat der Stadt am Montagabend, 30. Mai 2022, für die Aufstellung eines Bebauungsplanes zum Neubau eines drittligatauglichen Fußballstadions an der Maastrichter Straße. Lediglich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen stimmte dagegen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann wertete den Beschluss als „kräftiges Zeichen an den VfB, seine Fans und die zahlreichen Fußballbegeisterten in der Stadt“. Vor allem aber ist die Entscheidung ein Signal an den Deutschen Fußball-Bund (DFB), der zu verstehen gegeben hat, dass die vom VfB beantragte Erteilung einer Lizenz für die Dritte Liga auch davon abhängt, inwieweit die Absicht zu Investitionen in eine Profisport-gerechte Infrastruktur zu erkennen ist.

Krogmann betonte, dass damit noch keine endgültige Entscheidung über einen Stadion-Neubau gefallen ist: „Diese verbindliche Entscheidung werden wir auf der Grundlage von fundierten Fakten treffen.“

Die nun aufgezeigte Perspektive für einen Stadion-Neubau soll indes eine Übergangslösung zur vorübergehenden Weiternutzung des bestehenden Marschweg-Stadions erleichtern. Das städtische Stadion, das bei weitem nicht die Drittliga-Anforderungen erfüllt und selbst in der viertklassigen Regionalliga nur mit einer Ausnahmegenehmigung des Verbandes bespielt werden darf, soll so weit wie nötig ertüchtigt werden. So gilt eine Flutlichtanlage, die für fernsehtaugliches Licht sorgt, als Mindestkriterium.

Drittlaugataugliche Spielstätte nötig

Unabhängig davon muss der VfB Oldenburg dem DFB bis zum 1. Juni eine drittligataugliche Spielstätte benennen, um im Falle eines Aufstiegs die erforderliche Zulassung für die Teilnahme am Spielbetrieb zu erhalten. Diese Spielstätte wird außerhalb Oldenburgs liegen.

Im Marschweg-Stadion, das sich in direkter Nachbarschaft zu einem reinen Wohngebiet befindet, sind die Anstoßzeiten aus Gründen des Immissionsschutzes in den Abendstunden mit Begrenzungen der Zuschauerkapazität verbunden, die einen Spielbetrieb in der Dritten Liga nur bedingt zulassen. So dürfen dort nach 18.30 Uhr keine Spiele angepfiffen werden. Zudem entsprechen die sicherheitstechnischen und infrastrukturellen Gegebenheiten nicht den DFB-Anforderungen.