Neubau startet 2023

Neues Sport- und Gesundheitsbad am Flötenteich setzt auf Photovoltaik

In seiner Sitzung am Mittwoch, 1. Juni 2022, hat sich der Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen mit der Vorentwurfsplanung des Architekturbüros Geising + Böker aus Vechta für das Sport- und Gesundheitsbad am Flötenteich befasst. Die Beschlussvorlage sah die Bestätigung der Planung mit den vorgestellten Lageplänen, Grundrissen, Flächen und Funktionsbereichen vor. Gemäß Grundsatzbeschluss durch den Rat der Stadt Oldenburg aus dem Jahr 2019 wurde der Bäderbetrieb der Stadt Oldenburg mit der Planung des Neubaus beauftragt und soll zudem ein umfassendes Konzept zur Nutzung regenerativer Energien erstellen.

„Das neue Sport- und Gesundheitsbad wird künftig dem großen Bedarf für Schulen und Vereine in Oldenburg noch besser gerecht werden. Wir können somit weitere Wasserflächen, Schwimmzeiten und Kurse anbieten. Zudem schließen wir mit dem Neubau eine bisherige Lücke im Angebot des Gesundheitssports“, zeigt sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zuversichtlich.

Wettkampfbecken, Solebad, Saunen und vieles mehr

Auf der Grundlage des im Jahr 2021 verabschiedeten Betriebskonzeptes wurde die vorliegende Vorentwurfsplanung erstellt und für die zukünftige Nutzung optimiert. Entsprechend der konzeptionellen Ansätze liegt der Fokus des Ganzjahresbades am Flötenteich auf dem Sportbad (Wettkampfbecken der Kategorie B – neun Bahnen je 25 Meter inklusive eines Steges in der Beckenmitte), dem Kursbereich (zwei Lehrschwimm- beziehungsweise Kursbecken), dem Gesundheitsbereich (Solebad mit Innen- und Außenbecken, Sole-Inhalationsraum und zwei Textilsaunen) und einem Freibadbereich. Ergänzt wird das Angebot durch ein Eltern-Kind-Becken im Bad, eine Physiotherapie und die Gastronomie. Zur Abrundung des Gesamtkonzeptes wurde auch die Neugestaltung des Wohnmobilstellplatzes und des Campingplatzes zu einem Ganzjahresangebot mit in die Planung aufgenommen.

Mit Photovoltaik regenerative Energien nutzen

Das Ziel einer intensiveren Nutzung regenerativer Energien soll unter anderem mit großflächigen Photovoltaikanlagen auf dem gesamten Dach des neuen Sport- und Gesundheitsbades erreicht werden. Dies führt zu einem Wegfall des Cabriodaches, welches in einer ersten Entwurfsplanung noch als eine Variante vorgesehen war. Die dadurch zur Verfügung stehende zusätzliche Dachfläche von rund 1.040 Quadratmetern erhöht den eigenproduzierten Strom um rund 27 Prozent. Insgesamt können mit der gesamten Dachfläche rund 500.000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden, womit etwa ein Viertel des gesamten Strombedarfs im neuen Bad gedeckt werden kann. Zusätzlich wird der Energieverlust deutlich gesenkt. Das Energiekonzept wird mit den Fachplanungsbüros in der nächsten Phase noch erweitert.

Investitionen in Höhe von knapp 29,3 Millionen

Die auf der Grundlage der aktuellen Vorentwurfsplanung ermittelten Investitionskosten betragen demnach 29,245 Millionen Euro. Der im Jahr 2019 verabschiedete Grundsatzbeschluss sah zunächst eine Investitionssumme von 20,56 Millionen Euro vor. In den jetzt ermittelten Gesamtkosten sind die aktuellen enormen Steigerungen bei den Baukosten (plus 23,1 Prozent seit September 2018), ein größerer Flächenbedarf (Umkleiden, Kellergeschoss, Gastronomie) sowie die Neugestaltung des Campingplatzes und die Installation einer Photovoltaikanlage bereits berücksichtigt. Mit der anstehenden Beschlussfassung im Betriebsausschuss soll dem Bäderbetrieb und den beauftragten Planungsbüros die Grundlage für den schnellen Fortgang des Projektes geliefert werden. Bereits im Herbst 2022 soll ein entsprechender Bauantrag eingereicht werden. Die Gesellschafterversammlung der Bäderbetriebsgesellschaft Oldenburg mbH, welche später das neue Bad betreiben wird, hat über den Beschluss in ihrer Sitzung am 31. Mai 2022 bereits beraten und zugestimmt.

Abrissarbeiten ab Herbst geplant, Neubau ab 2023

Die Freibadsaison am Flötenteich endet Mitte September, der Campingplatz schließt am 31. Oktober 2022 zum letzten Mal seine Tore. Anschließend sollen noch im Herbst die Abrissarbeiten beginnen, sodass im Jahr 2023 mit den Arbeiten für den Neubau begonnen werden kann.