Marschwegstadion: Details zur Modernisierung

Stadtrat bringt einstimmig Investitionen auf den Weg

Anpfiff für Modernisierung des Marschwegstadions

Anpfiff für einen Ausbau des Marschwegstadions: Um den Anforderungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gerecht zu werden, hat der Rat der Stadt Oldenburg in seiner Sitzung am Montag, 7. November 2022, einstimmig grünes Licht dafür gegeben, die technische Infrastruktur zu verbessern. Damit unverzüglich Planungs- und Bauleistungen ausgeschrieben und beauftragt werden können, hat der Rat einer außerplanmäßigen Verpflichtungsermächtigung über 3,85 Millionen Euro zugestimmt. Im Wirtschaftsplan des städtischen Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft und Hochbau sind die Investitionen für 2023 berücksichtigt. Die Maßnahmen sollen bis zum Start der Saison 2023/2024 realisiert werden, um sicherzustellen, dass der VfB Oldenburg im Falle des Klassenerhalts das Stadion weiterhin als Heimspielstätte in der Dritten Fußball-Liga nutzen kann. 

Fest installierte Flutlichtanlage

Zentrale Maßnahme ist die Errichtung einer Flutlichtanlage, die für eine Beleuchtungsstärke von 1.000 Lux an jeder Stelle des Spielfeldes ausgelegt sein soll. Für die voraussichtlich aus vier Masten bestehende Anlage sind 2,5 Millionen Euro kalkuliert – darin enthalten sind Kosten für die aufwendige Gründung, eine neue Mittelspannungsschaltanlage (Trafo), eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (Notstromdiesel) sowie gegebenenfalls auch eine Sichtschutzwand zur A 28.

Sicherheitsbeleuchtung notwendig

Zudem muss in die Allgemein- und Sicherheitsbeleuchtung investiert werden. Derzeit sind auch kleinere Abendveranstaltungen außerhalb des Fußballbetriebes im Stadion nicht möglich. Die Kosten dafür betragen einschließlich der notwendigen Tiefbauarbeiten und baulichen Maßnahmen zur Unterbringung der unterbrechungsfreien Stromversorgung und Schaltanlagen 586.000 Euro.

Videoüberwachung gefordert

Der DFB schreibt darüber hinaus eine Videoüberwachungsanlage vor, die einen Blick auf den Platz vor den Tribünen, die Zuschauerwege und auf die Zuschauerplätze erlaubt. Die Anlage muss von der Befehlsstelle der Polizei zu bedienen und an die Polizeimonitore angeschlossen sein und die Möglichkeit der Standbildaufnahme zur Identifikation von Personen bieten. Neben der Installation der Anlage ist voraussichtlich eine Erweiterung der „Sicherheitszentrale“ auf der Tribüne erforderlich. Die Kosten betragen 367.000 Euro.

Einzelsitze statt Sitzbänke

Auch die im Stadion auf der Haupttribüne vorhandenen Sitzreihen mit Einzelplatznummerierung entsprechen nicht den DFB-Richtlinien. Danach sind Einzelsitze mit einer mindestens 30 Zentimeter hohen Rückenlehne vorzuhalten. Nach einer Umrüstung wird sich die Kapazität der Haupttribüne von aktuell 4.150 auf circa 4.000 Plätze reduzieren. Die Kosten dafür werden auf rund 400.000 Euro geschätzt.

Rasenheizung außen vor

Zum Thema Rasenheizung möchte die Stadt noch einmal in einen Dialog mit dem DFB treten. Vor dem Hintergrund der Klima- und Energiekrise und angesichts der Tatsache, dass der Stadion-Rasen erst 2019 erneuert worden ist und sich in einem sehr guten Zustand befindet, wird diese Investition für verzichtbar gehalten.