Stadionbau: Gelände an der Weser-Ems-Halle grundsätzlich geeignet

Das Veranstaltungsgelände an der Oldenburger Weser-Ems-Halle ist auch ein guter und geeigneter Standort für ein Fußball-Stadion. Zu diesem Ergebnis kommt die Machbarkeitsstudie des Büros Albert Speer und Partner, die Oberbürgermeister Jürgen Krogmann im Juni 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Zwar gibt es an diesem Standort hohe Anforderungen an Lärmschutz sowie ein begrenztes Platzangebot. Eine Arena für 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauer (Auflage Dritte Liga) sowie eine Erweiterung auf 15.000 Plätze (Auflage Zweite Liga) sind jedoch grundsätzlich umsetzbar, so die eindeutige Aussage der Machbarkeitsstudie. Die reinen Baukosten für das Stadion betragen 19 Millionen Euro (netto). Damit liegt die Arena bei den Preisen pro Platz im bundesweiten Durchschnitt.

Sehr gute Entscheidungsgrundlage

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat sich die umfangreiche Untersuchung gelohnt: „Wir haben jetzt endlich eine sehr gute Entscheidungsgrundlage vorliegen und können die langjährige Debatte um ein Fußballstadion in Oldenburg auf einer verlässlichen Grundlage führen. Der Standort an der Weser-Ems-Halle hat für Oldenburg viele Vorteile, eine Umsetzung des Projektes würde auch viele zukünftige Infrastrukturfragen positiv beeinflussen.“

Grundstück gehört der Stadt

Das Grundstück, auf dem das Stadion gebaut werden kann, ist bereits im Besitz der Stadt. Für die Herrichtung (Altlasten) ist eine entsprechende Rückstellung im Haushalt gebildet. „Auch unabhängig von einem Stadionprojekt würden wir diese Fläche in den kommenden Jahren herrichten“, sagt Krogmann.

Infrastruktur und Parkplätze im Blick

Zu den weiteren Voraussetzungen für den Bau einer Fußball-Arena gehört die Verkehrsinfrastruktur und dabei besonders der Bau von Parkplätzen. Ohne den Nachweis zusätzlicher Stellplätze ist das Stadion nicht genehmigungsfähig. Die Auflagen sehen den Bau eines Parkhauses für etwa 880 Fahrzeuge vor, die Kosten dafür liegen bei etwa 8,2 Millionen Euro (netto). Insgesamt betragen die Kosten für Infrastruktur und Parkplätze 11,9 Millionen Euro (netto).

Untersuchungen zu den Betriebskosten

Für den Betrieb des Stadions sind verschiedene Modelle geprüft worden, dazu gehört auch eine Zusammenarbeit mit der Weser-Ems-Hallen GmbH. Die jährlichen Betriebskosten sind bereits untersucht worden. Sie hängen auch von der Ligazugehörigkeit des dort spielenden Vereins und weiteren Variablen (Finanzierungskosten) ab und liegen im Saldo zwischen 1,4 und 1,9 Millionen Euro im Jahr.

Zukunft des Marschwegstadions

Das Marschwegstadion würde im Fall eines Neubaus an der Weser-Ems-Halle weiterhin für Schulsport und Leichtathletikveranstaltungen zur Verfügung stehen. Teile der dortigen Nebenflächen könnten für den Wohnungsbau vermarktet werden. Die Stadt rechnet für diesen Fall mit einer Einnahme von mindestens 9 Millionen Euro.

Über die Machbarkeitsstudie

Die Machbarkeitsstudie zum Bau eines Stadions hatte die Stadt im Sommer 2016 in Auftrag gegeben. Das Büro Albert Speer und Partner verfügt über umfangreiche Erfahrungen in diesem Bereich. So plant das Büro derzeit auch Stadionprojekte in Darmstadt und Karlsruhe. Ebenfalls beteiligt war PROPROJEKT aus Frankfurt am Main.

Hier gibt es die ausführliche Machbarkeitsstudie zum Download (PDF, 18 MB) »

Statistik

Kapazität:
10.400 Zuschauerinnen und Zuschauer

davon
4.200 Stehplätze
5.470 Sitzplätze
650 Sitzplätze für VIPs
40 Presseplätze
40 Stellplätze für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer und ihre Begleitpersonen

Baukosten:
19 Millionen Euro