Der Oldenburger Kramermarkt - das Volksfest der Superlative

1,2 bis 1,5 Millionen Besucherinnen und Besucher feiern jedes Jahr an zehn Tagen das größte Volksfest im Nordwesten. Rund 250 Buden und Fahrgeschäfte sorgen für beste Unterhaltung auf dem Festgelände an den Weser-Ems-Hallen. Hier trifft man sich mit der Familie, Freundinnen und Freunden, alten Bekannten und Kolleginnen und Kollegen. Es ist für jeden was dabei: Klassische Jahrmarktatmosphäre und moderne High-Tech-Power ergänzen sich zu einem einmaligen Mix. Spaßfaktor 10! Neben Bratwurst, Berliner, Bier und Kaffee werden natürlich auch alle anderen kulinarischen Genüsse angeboten. Nicht verpassen, sondern das Motto umsetzen: „Freunde treffen und feiern!“

Abgerundet wird das Programm durch drei Feuerwerke - am ersten Marktttag um am letzten Markttag jeweils um 22 Uhr sowie am zweiten Freitag nach dem Laternenumzug gegen 20 Uhr.

Der Kramermarkt beginnt immer an einem Freitag und dauert zehn Tage. Er beginnt am St.-Michaelis-Tag (29. September) wenn der Tag auf einen Freitag fällt. Fällt der St.-Michaelis-Tag auf einen Samstag, Sonntag oder Montag, beginnt der Kramermarkt am Freitag davor. Fällt der St.-Michaelis-Tag auf einen Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag am Freitag danach.

Im Jahr 2019 findet der Kramermarkt vom 27. September bis zum 6. Oktober zum 412. Mal statt.

Geschichts-Rückblick: Wie alles begann

Im Jahre 1608 erlässt Graf-Anton-Günther zur Belebung des Handels in der Stadt die „Verodnung wegen der Oldenburger Krahmer-Marckte“. Damit wurde der Oldenburger Kramermarkt erstmals urkundlich erwähnt. In den ersten fast 200 Jahren war es ein reiner Markt der Bauern, Handwerker, Krämer und reisenden Händler,  die ihre Waren des täglichen Bedarfs und Gebrauchsartikel für Haus und Hof feilboten. Zur Unterhaltung der Leute gesellte sich dann später „fahrendes Volk“, bestehend aus Musikanten, Puppenspielern, Seiltänzern, Kunstreitern und Magiern.

Mitte des 18. Jahrhunderts kamen dann die ersten Schausteller, die Wachsfiguren ausstellten und der Kramermarkt entwickelte sich immer mehr zum Jahrmarkt. Die ersten Karussells tauchten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf. Die Geschäfte wurden in der Folge größer und spektakulärer, so dass der Kramermarkt auch immer wieder umziehen musste. Zum letzten Mal ging es 1963 vom Pferdemarkt zum heutigen Standort, den Weser-Ems-Hallen.