Explosiver Fund im Biomüll

AWB weist ausdrücklich auf die Gefahren von Störstoffen in Mülltonnen hin

Gasflasche gelangt in Sammelfahrzeug

Glück im Unglück beim Abfallwirtschaftsbetrieb: Am Freitag, 5. August 2022, gelangte eine sechs-Kilogramm-Gasflasche über eine Biotonne im Sammelgebiet Bornhorst in das Müllsammelfahrzeug des AWB und von dort ins Kompostwerk – dort wurde der Störstoff glücklicherweise rechtzeitig von den Mitarbeitenden gefunden. Sowohl restliche Gasanteile als auch das massive Metall hätten ansonsten einen erheblichen Anlagenschaden verursachen können.
„Dieser vollkommen unsachgemäß entsorgte und gefährliche Fund im Biomüll macht uns fassungslos“, so der Betriebsleiter des AWB, Volker Schneider-Kühn. Die von dem Sammelfahrzeugen eingefahrenen Bioabfälle werden ins Kompostwerk transportiert und dort mithilfe einer Mühle zerkleinert, damit sie zum Kompostieren geeignet sind. „Hätte einer unserer Mitarbeiter die Gasflasche nicht durch Zufall vor diesem Zerkleinerungsvorgang entdeckt, dann hätte sich womöglich ein mechanischer Schaden an der Mühle ergeben, der zu einem kompletten Anlagenstillstand hätte führen können“, schildert Schneider-Kühn. „Da auch ein Restgasvorkommen in der Flasche nicht ausgeschlossen ist, wäre es unter Umständen sogar zu Explosionen innerhalb des Werkes gekommen.“ Perplex mache auch die Tatsache, dass die Flasche vom Nutzenden gegen eine Pfanderstattung von circa 20 bis 30 Euro im Handel hätte zurückgegeben werden können.

Aufklärungskampagne zu explosiven Stoffen im Restabfall

Zusätzlich zu den nun im Biomüll entdeckten Störstoffen ist es in der Vergangenheit besonders im Restmüll zu gefährlichen Funden inmitten des Abfalls gekommen: Bereits im November 2021 hatte der AWB aus gegebenem Anlass eine Aufklärungskampagne zu den Gefahren von explosiven Stoffen im Restabfall initiiert. Dabei wurden sowohl Aufhänger an den Tonnen angebracht, als auch Hausverwaltungen zusätzlich angeschrieben und mit Flyern und Plakaten für die Mieterinnen und Mieter versorgt.

Wohin mit gefährlichen Abfällen

Zu den gefährlichen Abfällen zählen neben dem nun gefundenen Gasbehälter insbesondere nicht vollständig geleerte Spraydosen, Feuerlöscher und vor allem Batterien und Akkus, neuerdings vor allem von E-Bikes. „Solche gefährlichen Abfälle gehören weder in den Biomüll noch in den Restabfall, sondern zur Schadstoffentsorgung oder aber in die Rücknahmesysteme des Handels“, erklärt Schneider-Kühn. Die Schadstoffsammelstelle an der Wertstoffannahmestelle Neuenwege ist während der normalen Öffnungszeiten erreichbar, an der Wertstoffannahmestelle Langenweg, Felix-Wankel-Straße 7, können schadstoffhaltige Abfälle jeweils am ersten Mittwoch eines Monats abgegeben werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, Schadstoffe bei der mobilen Sammlung abzugeben. Die Termine der Schadstoffsammlung sind im Abfuhrkalender und online einsehbar ».