„Pfandretter“ erfüllen ihren Zweck

Sammelvorrichtung an Abfallbehältern auf dem südlichen Bahnhofsvorplatz

„Pfandretter“ bleiben erhalten

Die „Oldenburger Pfandretter“ erfüllen ihren Zweck und werden erhalten bleiben. Das ist das Ergebnis eines Pilotprojektes, das der Abfallwirtschaftsbetrieb im Jahr 2021 gestartet hatte. An sieben öffentlichen Abfallbehältern auf dem südlichen Bahnhofsvorplatz wurden im September 2021 so genannte „Oldenburger Pfandretter“ angebracht. Diese gemeinsam mit der zentegra gGmbH (Gemeinnütziges Zentrum zur Rehabilitation und Integration für psychisch und psychosomatisch kranke Menschen) für dieses Abfallbehältermodell entworfene und hergestellte Vorrichtung erlaubt es, bis zu zwölf Pfandflaschen oder Pfanddosen abzustellen. So können Menschen, die ihre Pfandflaschen loswerden wollen, diese darin abstellen, statt sie in den Müll zu werfen. Und bedürftige Flaschensammlerinnen und Flaschensammler, die auf das Pfandgeld angewiesen sind, müssen nicht im Mülleimer wühlen.

Wenige Fehlwürfe

Die Abfallbehälter samt „Pfandrettern“ wurden seitdem mehrmals pro Woche von Mitarbeitenden des AWB in Augenschein genommen. Dabei wurde festgestellt, dass die „Pfandretter“-Vorrichtung auch zur Entsorgung von anderem Müll wie etwa Coffee-to-go-Becher zweckentfremdet wurde. Allerdings hielt sich die Zahl dieser Becher in einem überschaubaren Rahmen (durchschnittlich drei Becher pro Behälter und Tag). Die „Fehlwürfe“ wurden tagesaktuell entfernt.

Pfandretter weiterhin montiert

Über die Anzahl der tatsächlich in den „Pfandrettern“ abgestellten Pfandflaschen liegen dem AWB keine Erkenntnisse vor, da diese mehrmals täglich von Flaschensammlern abgeholt werden. „Allerdings sind in den Abfallbehältern keine Pfandflaschen mehr enthalten. Dies kann als Indiz für die bewusste Nutzung der ‚Pfandretter‛ zum Abstellen von Pfandflaschen gewertet werden“, meint AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn. Die „Pfandretter“ sollen daher weiterhin montiert bleiben, um bedürftigen Menschen einen „Zuverdienst“ zu ermöglichen, ohne in Mülleimer greifen zu müssen. Die Montage weiterer „Pfandretter“ an möglicherweise geeigneten Stellen wird die Verwaltung im Einzelfall prüfen.