Ostern in anderen Ländern: Rollende Eier und Spinat-Kuchen

Die Menschen in Spanien feiern die Osterzeit auf spannende Weise. Sie wird hier „Semana Santa“ genannt. Das ist die Woche um Ostern. In dieser besonderen Woche wird in ganz Spanien gefeiert mit Musik, Theater, besonderen Leckereien und vielem mehr. So finden während der Ostertage auch viele sogenannte Prozessionen statt. Bei einer solchen Prozession treffen sich ganz viele Menschen und laufen zusammen durch die Straßen. Dabei verkleiden sie sich ganz bunt und es wird auch Musik dazu gespielt.

In Bulgarien gibt es einen sehr interessanten Brauch. Die Ostereier werden rot gefärbt. So wird es auch schon seit langer Zeit gemacht. Die rote Farbe steht für das Leben und besonders auch für die Auferstehung Christi, die Ostern gefeiert wird. Die rot gefärbten Ostereier stößt man in Bulgarien aneinander und derjenige, dessen Ei  heil bleibt und nicht kaputt geht, der bleibt gesund. Wäre das vielleicht auch für dich und deine Familie mal ein Brauch zum Ausprobieren?

In den USA gibt es am Ostersonntag das Große Ostereier-Rollen im Weißen Haus in Washington D.C. Im Weißen Haus wohnt und arbeitet der Präsident der USA mit seiner Familie. Am Ostersonntag dürfen Kinder hier Eier suchen und diese auf dem Rasen vor dem Weißen Haus rollen lassen. Der Präsident der USA verschenkt danach noch Ostereier aus Holz, die er und seine Frau, die First Lady genannt wird, unterschreiben.

Wusstest du, dass im nordamerikanischen Mexiko ganze zwei Wochen lang Ostern gefeiert wird? Für die Menschen dort ist Ostern ein sehr wichtiges Fest, denn sie sind sehr gläubig. Deshalb werden die Straßen bunt geschmückt, es wird viel gesungen und getanzt. Außerdem gibt es Aufführungen, die sich mit der Kreuzigung und der Auferstehung von Jesus befassen. Viele Mexikaner gehen zu Gottesdiensten in die Kirche und besuchen über Ostern ihre Familien.

Auf den Philippinen gibt es diesen urigen Brauch: Eltern halten ihre Kinder am Kopf und heben sie hoch. Warum? Sie hoffen angeblich, dass die Kinder dadurch größer werden. Aber als Belohnung für das Langziehen gibt es für die Kinder dort bunt bemalte Eier.

Ostern in Italien dagegen ist ganz anders. In Italien heißt Ostern nicht Ostern, sondern „Pasqua“. In Italien kennt aber keiner den Osterhasen, sondern dort bekommt man riesengroße Schokoladen-Eier, die mit zusätzlichen Überraschungen gefüllt sind. Und am Ostermontag macht dann die Familie einen Ausflug, bei dem es dann auch einen ganz besonderen Kuchen gibt. Das ist ein herzhafter Kuchen aus Spinat, gekochten Eiern, Blätterteig und Ricotta. Klingt ungewöhnlich, ist aber super-lecker!

Wie auch in Deutschland, suchen die Kinder in Frankreich zu Ostern die versteckten Ostereier. Während bei uns der Osterhase die Eier bringt, werden sie in Frankreich von den Kirchenglocken gebracht. Dafür wachsen den Glocken Flügel, welche in Italien vom Papst gesegnet werden. Wenn die Glocken zurückkehren und läuten, sind die Ostereier schon versteckt und die Kinder dürfen diese dann suchen.

In Finnland wird an Ostern an die Palmenwedel erinnert, mit denen Jesus in Jerusalem begrüßt wurde. Mit einer Birkenrute schlagen die Finninnen und Finnen sanft ihre Freunde und Bekannte.