Planlos? Von wegen!

Die Pläne

Der Flächennutzungsplan:Wo in Oldenburg gewohnt oder gearbeitet wird, wo Grünflächen, Läden und Geschäfte und Schulen sind, wird einmal für die gesamte Stadt festgelegt und im Flächennutzungsplan dargestellt. An diesen Plan hat sich die Verwaltung zu halten, direkte Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger hat er in der Regel nicht.

Für einige Teile der Stadt werden Bebauungspläne erstellt, die jede Bürgerin und jeder Bürger beachten und einhalten muss, wenn er bauen will. Der Bebauungsplan wird übrigens auch kurz B-Plan genannt.

Wie so ein Bebauungsplan oder B-Plan aussieht, siehtst du hier rechts im Bild.

Entstehung von Bauleitplänen

Für die Erstellung des Flächennutzungsplanes und der Bebauungspläne gibt es ein vorgeschriebenes Verfahren:

  1. Zunächst wird der Aufstellungsbeschluss von dem Verwaltungsausschuss, in dem Vertreter des Rates sitzen, gefasst.
  2. Dann erfolgt eine Bestandsaufnahme: Was befindet sich auf der Fläche? Wie sieht die Umgebung aus? Welche Bäume sind auf jeden Fall zu erhalten? ….
  3. Nach der Bestandsaufnahme werden verschiedene Konzepte entwickelt, wie die Fläche mit welchen Nutzungen bebaut werden kann: Sollen Einfamilienhäuser, Doppelhäuser oder Mehrfamilienhäuser entstehen? Ist ein Spielplatz erforderlich, wie verläuft die Straße? …
    Die Bürger können hierzu dann auch Vorschläge äußern.
  4. Der städtebauliche Leitplan wird dann in einen Rechtsplan, den Bebauungsplan, übersetzt. Hierzu können die Bürger auch wieder Vorschläge einbringen. Es wird dann geprüft beziehungsweise abgewogen, welche Vorschläge übernommen werden und welche nicht. Darüber entscheiden die Politiker des Rates der Stadt Oldenburg und fassen dann auch den Satzungsbeschluss.
  5. Mit der Veröffentlichung in der Zeitung ist das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen. Ab da hat sich jeder Bürger an den Bebauungsplan zu halten.

Ein Beispiel

Für die Flächen nördlich der Ohmsteder Kirche ist zum Beispiel in den Jahren 2004 bis 2005 ein Bebauungsplan für Wohnbebauung aufgestellt worden. Der Flächennutzungsplan sah hier bereits Wohnen als Nutzung vor. Diese Flächen entlang der heutigen Friedrich-Schohusen-Straße wurden lange Zeit als Gartenland genutzt und waren dementsprechend unbebaut.