Was macht das Gleichstellungsbüro?

Das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg setzt sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein. Es wird geleitet von der Gleichstellungsbeauftragten. Mädchen und Jungen, Frauen und Männer haben die gleichen Rechte und sollen gleich behandelt werden. Das steht in Artikel 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Dies gilt für alle Menschen, jede Behörde und jeden Betrieb – und auch für die Schule. In Niedersachsen sollen Gleichstellungsbeauftragte dafür sorgen, dass dies auch geschieht. Jede Stadt und jeder Landkreis muss eine Gleichstellungsbeauftragte bestimmen. Sie soll dazu beitragen, dass es tatsächliche Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern gibt. Dazu soll sie an allen Vorhaben, Entscheidungen, Programmen und Maßnahmen mitwirken, „die Auswirkungen auf die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Anerkennung der gleichwertigen Stellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft haben“. Zudem soll sie Vorhaben und Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf anregen.

Das klingt ziemlich kompliziert; ist es manchmal auch. Vielleicht hast du ja auch schon mal eine Ungleichbehandlung zwischen Mädchen und Jungen zum Beispiel in der Schule erfahren oder beobachtet. Für das Wort „Ungleichbehandlung“ benutzen einige das Wort „ungerecht“. Und ungerecht ist es doch, wenn von typischen Männer- oder Frauenberufen gesprochen wird. Dies kann nämlich bedeuten, dass wenn ein Mädchen Dachdeckerin werden will, sie sich einiges anhören kann. Oder ein Junge, der Erzieher werden möchte, deshalb belächelt wird.

Dies sind nur zwei Beispiele. Es gibt oft eine ungleiche Behandlung von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern. Und dafür die Ursachen zu finden, die Gründe zu sagen und Ideen zu entwickeln, wie eine Gleichbehandlung und Gleichberechtigung von Männern und Frauen aussehen soll, das ist die Aufgabe des Gleichstellungsbüros.

Wie geschieht dies?

  • Bei uns melden sich Personen, die sich ungerecht behandelt fühlen wegen ihres Geschlechtes.
  • Wir veröffentlichen Broschüren und führen Veranstaltungen durch.
  • In vielen Arbeitskreisen arbeiten die Mitarbeiterinnen des Gleichstellungsbüros mit. In diesen Arbeitskreisen treffen sich Fachleute und sprechen darüber, wie in ihrem Bereich Mädchen und Jungen, Frauen und Männer gleichberechtigter behandelt werden können oder was unternommen werden muss, damit dies geschieht. Dabei geht es um Themen wie Mädchenarbeit, Gewalt gegen Frauen, Jungen und Mädchen sowie um Gesundheitsfragen.
  • Die Idee des Frauenmobils wurde im Gleichstellungsbüro entwickelt. Von Oktober bis März können Frauen, Mädchen ab zwölf Jahren und Frauen mit Kindern bis 14 Jahren nachts mit dem Frauenmobil in der Stadt Oldenburg günstiger und sicher mit einem Taxi nach Hause fahren.

Gibt es dort auch Angebote speziell für Kinder?

Auf unserer Internetseite www.frauen.oldenburg.de » gibt es eine Rubrik speziell für Mädchen. Hier finden Mädchen interessante Freizeitangebote, aber auch Beratungsstellen, die in einer Notsituation helfen. Außerdem betreuen wir ein Fußballprojekt » für Mädchen an Oldenburger Grundschulen.

Mit welchen Fragen können sich Kinder an das Gleichstellungsbüro wenden?
Meistens wenden sich erwachsene Frauen an uns. Mädchen und Jungen können sich an uns wenden, wenn sie irgendetwas nicht verstehen: Zum Beispiel, warum Jungen in bestimmten Situationen anders als Mädchen behandelt werden.

Zu den Internetseiten des Gleichstellungsbüros »