Ausbau von Photovoltaik auf Oldenburger Dachflächen nimmt Fahrt auf

Stadt aktualisiert das Solar-Beratungsangebot

Das Jahr 2023 entwickelte sich zu einem Traumjahr für den Ausbau der Photovoltaik in Oldenburg. Im Vergleich zum Jahr 2022 stieg die Solarleistung in Oldenburg mehr als dreimal so stark. Der Boom ist hauptsächlich auf Dachflächenanlagen mit einer Leistung bis zu 20 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) zurückzuführen. Laut dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur wurden im letzten Jahr mehr als 2.700 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 18 Megawatt in Oldenburg ans Netz angeschlossen. Das entspricht einer Fläche von mehr als 100.000 Quadratmetern, was wiederum mit etwa 15 Fußballfeldern mit Solarmodulen vergleichbar ist.

Seit 1. Februar Solar-Check beantragen

Auch wenn sich hier bereits eine sehr positive Entwicklung abzeichnet, ist Oldenburg damit noch lange nicht am Ziel. „Die Energiewende in Oldenburg ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Damit diese gelöst werden kann, müssen alle mitmachen“, betont Stadtbaurätin Christine-Petra Schacht. „Deshalb ist es wichtig, dass wir trotz der bisherigen Erfolge den Ausbau der Solarenergie weiter vorantreiben. In diesem Jahr werden wir deshalb die städtischen Beratungsaktivitäten weiter intensivieren.“ Seit dem 1. Februar 2024 sind daher wieder Anträge für den „Oldenburger Solar-Check“ möglich. Außerdem wurde das Solardachpotenzialkataster der Stadt Oldenburg überarbeitet und mit weiteren Funktionen versehen.

„Oldenburger Solar-Check“ durch Expertin oder Experte

Wer mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach Strom produzieren will, hat die Möglichkeit über das städtische Serviceportal » den „Oldenburger Solar-Check“ zu beantragen. Dieser informiert in einer circa 45-minütigen Beratung über Investitionskosten, Wirtschaftlichkeit, Fördermittel sowie Speichermöglichkeiten. Bei einem Beratungswert von 125 Euro trägt die Stadt 75 Euro – der Eigenanteil liegt somit noch bei 50 Euro. Der „Oldenburger Solar-Check“ ersetzt nicht die konkrete Planung einer Photovoltaik (PV)-Anlage, ermöglicht jedoch die Ideenentwicklung gemeinsam mit einer Expertin oder einem Experten. Fragen zum „Oldenburger Solar-Check“ beantwortet Björn Boeke aus dem Fachdienst Klimaschutz der Stadt Oldenburg per E-Mail unter klima[at]stadt-oldenburg.de.

Oldenburger Solardachpotenzialkataster überarbeitetet und aktualisiert

Eine Neuerung in diesem Jahr ist die Überarbeitung und Aktualisierung des Solardachpotenzialkatasters » der Stadt Oldenburg. Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden erhalten mit einem Mausklick eine Erstinformation darüber, wie gut ihr eigenes Haus für eine Solaranlage geeignet ist. In den letzten beiden Jahren gab es jeweils rund 10.000 Zugriffe auf das Kataster.

Seit dem 1. Februar ist eine Aktualisierung mit vielen Neuerungen freigeschaltet. Seit der erstmaligen Veröffentlichung im Jahr 2017 sind im neuen Kataster mehr als 5.500 neue Dachflächen erfasst worden. Das theoretische Gesamtpotenzial von Photovoltaik-Dachanlagen in Oldenburg wird von der für die Berechnung beauftragten Ingenieursgesellschaft tetraeder.solar GmbH mit über 900 Megawatt Spitzenleistung (MWp) angegeben.

Neben der Neuberechnung von Flächen wurde der im Kataster hinterlegte Assistent zur Planung grundlegend erneuert. Mit einer verbesserten Modulplatzierung sowie der Berücksichtigung von Wärmepumpen und weiteren strombasierten Verbrauchern lassen sich nun sehr detaillierte Aussagen zur Wirtschaftlichkeit machen. Das aktualisierte Angebot bietet Eigentümerinnen und Eigentümern von Gebäuden eine gute Grundlage für eine weiterführende, detaillierte Beratung durch Handwerksbetriebe.

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Aktuelles zum Thema Klimaschutz in Oldenburg finden Sie online auf den Seiten der Stadt Oldenburg zum Klimaschutz » und auf X (ehemals Twitter) unter dem Account @OldenburgKlima ».

Zuletzt geändert am 20. Februar 2024