Teilnahme Oldenburgs an bundesweitem Wettbewerb

Kommune Bewegt Welt

Wie setzen wir uns gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Initiativen in Oldenburg für mehr Vielfalt in einer offenen interkulturellen Gesellschaft und für ein Miteinander auf Augenhöhe ein? Diese Frage stellte sich die Stadt Oldenburg, als sie beschloss, einen Beitrag zum Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ » 2022 einzureichen.

Der Wettbewerb wird organisiert durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Er findet seit 2014 alle zwei Jahre statt, 2022 zum fünften Mal. Oldenburg ist das erste Mal dabei. Ziel des Wettbewerbes ist es, das hohe und vielseitige kommunale Engagement sichtbar zu machen und die Kommunen mit ihren zivilgesellschaftlichen Partnerinnen und Partnern zu unterstützen.

Oldenburg hat sich in der Kategorie „große Kommune“ beworben, die mit einem Preisgeld von bis zu 20.000 Euro dotiert ist. Zudem wirbt Oldenburg um den Publikumspreis, der bei 3.000 Euro liegt. Mit dem Preisgeld möchte Oldenburg ihr entwicklungspolitisches Engagement weiter verfestigen. Ob Oldenburg gewonnen hat, zeigt sich am 15. September 2022 bei der Preisverleihung in Düren, einer der Gewinnerkommunen aus 2020.

Der Oldenburger Wettbewerbsbeitrag

Der Oldenburger Beitrag fußt auf der sehr bereichernden und guten Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Zentrum Oldenburg (ÖZO), mit dem gemeinsam – und unterstützt durch die Ehrenamtlichen der Fair Trade-Steuerungsgruppe Oldenburg – die Stadt seit 2018 das Aktionsbündnis „Oldenburg handelt fair“ » koordiniert und entwickelt. Die entwicklungspolitischen Schwerpunkte verteilen sich insbesondere auf die Themenblöcke Fairer Handel/nachhaltige Beschaffung und Umsetzung der Agenda 2030:

Das Aktionsbündnis „Oldenburg handelt fair“ stellt ein Dach für entwicklungspolitische Aktivitäten in Oldenburg dar. Es setzt sich zusammen aus aktuell 21 Aktionspartnern (APs) – lokale Akteure (Vereine, Unternehmen etc.), die sich in Oldenburg für Fairen Handel und globale Gerechtigkeit einsetzen. Auch die Stadt Oldenburg und das ÖZO sind Aktionspartner, das ÖZO zudem offizielle „Adresse“ des Bündnisses. Treibende Kraft hinter dem Bündnis sind die Ehrenamtlichen der Fair Trade-Steuerungsgruppe, die gemeinsame Koordination liegt bei der städitschen KEpol-Koordinatorin sowie der Eine-Welt-Promotorin im ÖZO. „Oldenburg handelt fair“ will entwicklungspolitische Themen (insbesondere den Fairen Handel) in Oldenburg erlebbar machen, die Menschen informieren und mobilisieren. Seit 2018 führt das Bündnis Veranstaltungen (Radio/Podcast, Kino, Touren, Verköstigung, Quiz etc.) zu diversen Schwerpunkten durch.

2021 wurde das Projekt „Großes beginnt im Kleinen – ein faires Oldenburg für 17 Ziele“ umgesetzt. Projektidee und -antrag stammten von „Oldenburg handelt fair“, die Mittelbeantragung erfolgte über das ÖZO, Fördermittel kamen unter anderem von der Stadt Oldenburg. Durch das Projekt wurden die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (auf Englisch „Sustainable Development Goals“, kurz SDGs) in die Stadtteile Oldenburgs getragen und dort unter anderem über bereits vorhandene Strukturen (beispielsweise Bürgervereine) SDG-Werkstätten durchgeführt, um die Menschen zu motivieren, sich in ihrem Umfeld für die Ziele zu engagieren. Mehr zum Projekt „Großes beginnt im Kleinen - ein faires Oldenburg für 17 Ziele“ erfahren sie hier ».

2021 begann zudem die Stadt Oldenburg mit der Erarbeitung eines Nachhaltigkeitsleitbildes, ausgehend unter anderem von der Agenda 2030, um künftig einen Kompass für das eigene Nachhaltigkeitsengagement zu haben. Entwickelt wurde es primär verwaltungsintern, mit Ratsbeschluss vom 30. Mai 2022 geht es nun in die Umsetzung. Ein wichtiger Strang der Umsetzung wird die Beteiligung der Stadtgesellschaft sein. Mehr zum Nachhaltigkeitsleitbild der Stadt Oldenburg lesen Sie hier ».

Stimmen Sie ab für den Publikumspreis!

Oldenburg hat bei der diesjährigen Ausgabe des Wettbewerbs „Kommune bewegt Welt” gleich in zwei Kategorien Chancen auf einen Gewinn. Neben der Kategorie „große Kommune“ tritt Oldenburg auch beim Publikumspreis des Wettbewerbs an, der erstmalig durch die Öffentlichkeit entschieden wird. Nun sind also die Bürgerinnen und Bürger gefragt, ihre Stimme für Oldenburg abzugeben. Damit unterschiedlich große Kommunen die gleiche Chance haben, werden die abgegebenen Stimmen für eine Kommune mit ihrer Einwohnerzahl ins Verhältnis gesetzt.

Die am Publikumspreis teilnehmenden Städte, Landkreise und Gemeinden bewarben sich mit der Antwort auf die Frage, warum ihr Engagement in der kommunalen Entwicklungspolitik zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beiträgt. Die Antworten der Kommunen und die Abstimmung finden Interessierte hier ».
Die Abstimmung ist bis zum 19. August 2022 möglich.