Richtig kompostieren – Agenda 21-Experte gibt Tipps

Wer Früchte in seinem Garten anbauen und ernten will, sollte sich intensiv mit dem Thema Kompostmiete beschäftigen, meint Wolfgang Hoff, Sprecher der Agenda-Gruppe und im „Nebenberuf“ ein gefragter Experte für gesundes Leben ohne chemische Zusätze – und eben auch für das richtige Kompostieren im Garten.

Doch wie bekommt man den begehrten, lebendigen und fruchtbaren, locker-braunen Humus im Garten? Reicht es nicht aus, wenn man Pflanzenreste aus der Küche und dem Garten sammelt und sie anschließend in handelsüblichen Kompostbehältern sich selbst überlässt?

Wolfgang Hoff hat da andere Vorstellungen. Die „Verlebendigung des Bodens“ liegt ihm am Herzen, „Kompostbehälter, Draht- oder Holzgestelle im Garten eignen sich nicht – die Masse ist zu nass oder zu trocken. Häufig stinken die Abfälle in Thermokompostern und locken Ratten an. Das Milieu stimmt hier nicht“, sagt Hoff. Er empfiehlt offene Kompostmieten, etwa 1,50 Meter breit, die wie eine Pyramide aufgeschichtet werden und mit Mikroorganismen wie Humin- und Eiweißstoffe die Tonkristalle binden. So entsteht der begehrte Ton-Humus-Komplex.

Und so eine Kompostmiete muss keineswegs eine Schmuddelecke sein. Eingegrenzt mit großen Steinen oder Birkenstämmen kann solch eine Miete ein ansehnlicher Platz werden. Daneben wachsen Blumen, wie Rosen, Rittersporn oder auch Küchenkräuter. „Solch ein Kompostplatz ist überaus nützlich und kann darüber hinaus auch noch ein besonderes Gestaltungselement in einem ökologisch orientierten Hausgarten sein“, ist Hoff überzeugt.

Die Kompostmiete entsteht direkt auf der Erde und entwickelt sich nach und nach in drei Bereiche. Es gibt einen Teil mit fertigem Humus, einen halbreifem Mittelteil und einen Teil, der dauerhaft mit frischen Küchen und Gartenabfällen aufgefüllt wird. Dung von Rindern mit Hörnern, Korallenalgenkalk und ein Heilkräuterpräparat in einem bestimmten Mischungsverhältnis ergänzen den Kompost.

Die umgesetzte und präparierte Miete wird im Sommer mit Rasenschnitt und im Winter dick mit Pferdemist abgedeckt. „Aus den frischen Abfällen entsteht langsam Humus, der Prozess dauert etwa ein Dreivierteljahr. Die Fruchtbarkeit lässt sich durch die Verlebendigung des Bodens steigern“, weiß der Experte aus jahrelanger Erfahrung. „Obst, Gemüse und Kräuter aus solch einem mit Humus versorgten Garten bieten unserem Körper wichtige Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Aminosäuren.“

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Wolfgang Hoff
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