Radtour über den Fliegerhorst am 3. Juli 2020

Ratsmitglieder informieren sich vor Ort

22 Mitglieder des Rates der Stadt Oldenburg folgten am Freitag, 3. Juli 2020, der Einladung von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zu einer Fahrradführung über den Fliegerhorst. 2016 beschloss der Rat einstimmig den Masterplan Fliegerhorst, bei dessen Entwicklung die Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden waren. Inzwischen hat sich einiges getan auf dem ehemaligen Militärgelände. Zudem stehen in diesem Jahr politische Entscheidungen im Rat zu dem neuen Stadtteil an, wie beispielsweise zur Nutzung des Offizierskasinos sowie zum Verlauf der Entlastungsstraße. Die Stadtverwaltung bot den Ratsmitgliedern daher an, sich vor Ort ein Bild über die aktuelle Entwicklung und Fortschritte zu machen.

Erster Bauabschnitt bereits bewohnt

Wie sich der Charakter des Fliegerhorstes verändert hat, wird gleich bei der ersten Station der Führung deutlich. Im Bauabschnitt am Mittelweg ist das erste Haus bereits bezogen, andere befinden sich im Bau. Eine Kindertagesstätte soll spätestens zum Februar 2021 eröffnen und die Ofenerdieker Bäke fließt in ihrem renaturierten Flussbett durch das Quartier. In dem Bauabschnitt steht auch das ehemalige Offizierskasino. Ein für den Fliegerhorst prägendes Gebäude, das erhalten bleiben soll. Aktuell wertet die Stadtverwaltung die bei einem Ideenwettbewerb eingegangenen Konzepte aus, die dann den politischen Gremien vorgelegt werden. Viele der Ratsmitglieder nutzten daher am Freitag die Gelegenheit, sich das Gebäude auch von Innen anzusehen.

Vielfältiger Charakter des neuen Stadtteils

Oberbürgermeister Krogmann erinnerte gleich zu Anfang der Tour daran, dass ursprünglich ein großer Teil der Gebäude und Bäume auf dem Fliegerhorst erhalten bleiben sollten. Doch die Vorgaben für die Kampfmittelsondierung ermöglichten das nicht. Entsprechend hat sich das ehemalige Militärareal verändert. Große Freiflächen sind entstanden. Axel Müller, Leiter des Fachdienstes „Projekt Fliegerhorst“, war es deshalb wichtig, den Ratsmitgliedern eine Vorstellung darüber zu geben, wie genau sich das Areal in den kommenden Jahren zu einem lebenswerten Stadtteil entwickeln wird. Gezeigt wurde unter anderem, wo zukünftig Flächen zur Naherholung wie der Quartierspark entstehen, wo die Grundschule gebaut wird und wo das Gewerbegebiet mit der Entlastungsstraße zu verorten ist.

Deutlich wurde der vielfältige Charakter des neuen Stadtteils Fliegerhorst, der ein Nebeneinander von verschiedenen Wohnformen vorsieht. Erklärtes Ziel ist zudem der Bau von bezahlbaren Wohnungen. Das gilt auch für das innovative Quartier Helleheide », das auf rund fünf Hektar im Stadtteil Fliegerhorst entsteht. Gebaut wird es von der Wohnungsbaugesellschaft GSG in Kooperation mit 21 Partnern, die sich für das Projekt Energetisches Nachbarschaftsprojekt Fliegerhorst zusammengeschlossen haben. Wie dort eine klimafreundliche und lokale Energieversorgung aussehen kann, erläuterten Vertreterinnen und Vertreter der GSG den Ratsmitgliedern.

Zum Abschluss der Fahrradführung gab es Zeit für Austausch und Diskussion. Ganz norddeutsch ließen sich die Ratsmitglieder dabei nicht vom einsetzenden Regen stören.