Minister Lies überbringt Oberbürgermeister Krogmann Förderbescheide

Erste Fördergelder zur Entwicklung des Fliegerhorstes

Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit einer kräftigen Finanzspritze an der Entwicklung des Fliegerhorstes in Oldenburg. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat am Mittwoch, 4. September 2019, von Niedersachsens Bauminister Olaf Lies Förderbescheide über insgesamt 4,66 Millionen Euro zur Städtebauförderung in Empfang genommen. Zwei Millionen Euro davon sind zur Entwicklung des neuen Stadtteils Fliegerhorst bestimmt.

Neugestaltung und Sanierung
„Wir stehen vor der spannenden Aufgabe, ein ehemaliges Militärgelände möglichst zügig in einen lebenswerten und attraktiven Stadtteil umzuwandeln. Die Fördergelder unterstützen die Stadt dabei. So können wir die hohen Kosten, die beispielsweise für die Sanierung von Gebäuden oder für die Neugestaltung des öffentlichen Raums anfallen, stemmen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Bäke-Park mit Grünflächen
Geplant sind zum Beispiel ein gutes Netz aus Rad- und Fußwegen sowie einladende Grünanlagen und öffentliche Plätze. Die Renaturierung der Ofenerdieker Bäke ist bereits fast abgeschlossen und entlang ihres Ufers wird zukünftig der Bäke-Park verlaufen. Weitere großzügige Grünflächen mit vielfältigen Freizeit- und Spielmöglichkeiten sollen in den kommenden Jahren folgen.

Gebäude möglichst erhalten
„Ziel der Stadtverwaltung ist es zudem, die für den Fliegerhorst Charakter gebenden Gebäude zu erhalten“, sagt Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan.
Geprüft wird unter anderem die Sanierung des Offizierskasinos aus den 1930er Jahren, des Towers sowie einiger Hallen. Im Rahmen der Kampfmittelsondierung, deren Kosten nicht förderfähig sind, mussten auf dem Fliegerhorst Bauten abgerissen werden.

„Wir wollen, dass die Menschen sich in ihrem Umfeld wohlfühlen und dass die Städte und Gemeinden lebenswert und lebendig bleiben. Ich freue mich sehr, dass Oldenburg im Jahr 2018 mit seinem ehemaligen Fliegerhorst in die Städtebauförderung aufgenommen wurde“, betont Bauminister Olaf Lies. Bei dem Bund-Länder-Förderprogramm „Stadtumbau West“ übernehmen Land und Bund zwei Drittel der Kosten, ein Drittel muss die Stadt Oldenburg selbst aufbringen. Die Förderung läuft bis 2027. Für das Jahr 2020 hat Oldenburg für den Fliegerhorst Fördergelder in Höhe von vier Millionen Euro angemeldet. Ob und in welcher Höhe Mittel bewilligt werden, entscheidet das Land Niedersachsen jährlich neu.

Untere Nadorster Straße und Käthe-Kollwitz-Straße/Hoffkamp
Die Sanierungsgebiete Untere Nadorster Straße und Käthe-Kollwitz-Straße/Hoffkamp wurden bereits 2017 als Sanierungsgebiete in Programme zur Städtebauförderung aufgenommen. Die hier bewilligten Fördermittel sollen unter anderem in die Umgestaltung der Nadorster Straße und in den Ausbau der Straße Hartenkamp fließen. Auch für die Modernisierungen von Gebäuden in den beiden Quartieren werden Gelder aus den Fördertöpfen vorgehalten.