Im Dialog - Peter Klaus Andreas Biermann

Schon als Schüler hat sich Peter Klaus Andreas Biermann der Fotografie gewidmet: das Motiv der Berliner Mauer mit dem Mahnmal von Peter Fechter war in den 60ger Jahren das erste öffentlich in einem Schulklassenzimmer ausgestellte Bild. Als Technikfreak passte sich Biermann
der enormen Entwicklung der Fototechnik mit einer umfangreichen Sammlung an analogen Systemen bis heute an: Angefangen hat er mit einer Agfa Billy der Eltern. Die erste eigene Kamera war eine Voigtländer Vito als Konfirmationsgeschenk. Im Jahr 2006 ist auf digital umgestiegen. Seine Begeisterung für den Umgang mit dem Equipment verbindet er mit dem Sinn für interessante und außergewöhnliche Motive. Die Anwendung der digitalen Bildbearbeitung macht es ihm möglich, aus den realen Vorgaben neue Kreationen zu schaffen. Aber auch Momentaufnahmen in nicht alltäglicher Umgebung fangen den Betrachter ein und geben ihm Raum für neue Interpretationen. Im Dialog stehen realistische Bilder von sakralen Werken, die auf Reisen in die Türkei, nach Korea oder in den Vatikan sowie nach Barcelona entstanden sind, mit Bildern, die digital abstrahierte alltägliche Szenen oder Motive darstellen. Vorbild für Biermann ist der kanadische Fotograf Jeff Wall, der mit seinen großflächigen Werken, die sorgfältig aus einzelnen Motiven zusammengesetzt sind, seine Betrachter irritiert und zugleich bezaubert.
Die Ausstellung ist vom 8. Januar bis zum 25. März 2020 im PFL, 1. Stock im rechten Flügel von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr zu besichtigen.
www.biermannonline.de

„Rope of life – 25 Jahre inForum“

Angelehnt an die Installationen des brasilianischen Künstlerduos Mello und Landini zeigt das inForum in einer Ausstellung Ereignisse aus den letzten 25 Jahren der Einrichtung. Die Besucher können dem Seil des Lebens, dem „rope of life“, durch den Flur folgen und dabei auf Zeitreise gehen. Die einzelnen Fäden, die miteinander verschlungen sind und das starke Seil bilden, stehen für die Zusammenarbeit und den kreativen Prozess vieler Menschen im inForum: Das gemeinsame Tun im Laufe der Zeit, die Verflechtungen und der starke Zusammenhalt werden symbolhaft mit diesem Objekt greifbar. In dieser Ausstellung werden die Vielfalt des Angebots, die Veränderungen und Umbrüche der letzten 25 Jahre im inForum anhand von verschiedenen Objekten, wie zum Beispiel Zeitungsausschnitten und Fotografien gezeigt. Das Selbstverständnis des inForum, eine partizipative und gemeinschaftliche Einrichtung zu sein, wird in der Ausstellung ebenfalls erfahrbar: Besucherinnen und Besucher werden in mehreren Stationen dazu eingeladen, diese mitzugestalten und ihre Erinnerungen einzubringen. Neben dem Blick in die Vergangenheit stellt sich in der Ausstellung auch die Frage, wie die Zukunft des inForum aussehen wird. Besucherinnen und Besucher sind auch hier eingeladen, ihre Visionen einzubringen.
Die Ausstellung ist vom 23. Januar bis Ende März 2020 in den Fluren der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Kreative Arbeiten mit Acrylfarben und freier Stickerei

Antje Boedecker beschäftigt sich bereits seit ihrer Kindheit mit textilen Techniken und hat diese stets weiter betrieben. Mit der Malerei begann sie vor 30 Jahren, zunächst in Kursen, danach autodidaktisch. Das Interesse daran war so groß, dass sie an der Universität Oldenburg Textilwissenschaften und Kunst als Drittfach studierte. Jetzt im Rentenalter verreist Antje Boedecker gerne und erhält dadurch interessante Motive für ihre Malerei in der Acryltechnik. Vor allem die Natur mit ihren vielfältigen Facetten hat es ihr angetan. So sind viele Ostseebilder entstanden. Aber auch Motive aus der näheren Umgebung wie Bad Zwischenahn sowie aus fernen Ländern wie Norwegen, Schweden, Island, Montenegro und weitere wurden in die Malerei umgesetzt. Um noch weitere Maltechniken kennen zu lernen, nimmt sie an verschiedenen Malkursen teil. Im Juli 2018 ist Antje Boedecker der Oldenburger Künstlergruppe e.V. beigetreten. Die Erfahrungen aus der Malerei werden auch bei einer weiteren Kunstrichtung der kreativen, freien Stickerei angewendet. Als Vorlage dienen meist Fotos. Es wird auf festen Stoffen mit herkömmlichen Garnen, aber auch mit Wollresten und applizierten Stoffen gearbeitet. Die Stickstiche variieren dabei in der Größe und der Gestalt, da sie abgewandelt werden können. Am Anfang ist noch kein konkretes Bild im Kopf, die Ideen zur Umsetzung des Vorlagenfotos entstehen während des Gestaltungsprozesses.
Beim inForum wird von ihr ein Kurs „Kreatives Sticken“ angeboten. Wer Lust am kreativen Arbeiten hat, sollte sich gerne anmelden.
Die Ausstellung ist vom 15. April bis Ende Juni 2020 von montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr im Flurbereich der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement zu besichtigen.