ZS2 // Das Klinikum Oldenburg in roten Zahlen. Welche Strategien sollen in eine „gesunde“ Zukunft führen?

Das Klinikum Oldenburg ist ein medizinischer Leuchtturm im Nordwesten. Nun soll es mit neuen Impulsen neu ausgerichtet werden. Der Fokus soll auf die Menschen im Klinikum und vor allem auf die Patientinnen und Patienten gerichtet werden, um die bestmöglichen Gesundheitsleistungen, Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Und das alles in Zeiten, in denen das Gesundheitswesen sich immer schneller zu einem Wirtschaftszweig mit sehr unterschiedlichen Akteuren und Interessen entwickelt. Rainer Schoppik, seit November 2018 Vorstandsmitglied des Klinikums Oldenburg, wird unter den Aspekten der Entwicklung des Gesundheitswesens über dieses Thema referieren.
Mittwoch, 25. September 2019
18 Uhr
Seminarraum 2, PFL

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V1 // Leichte Sprache – Was ist das eigentlich?

In den letzten Jahren ist die Leichte Sprache auch in Deutschland zunehmend bekannt geworden. Ursprünglich dazu gedacht, Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, hat Leichte Sprache inzwischen Einzug in viele verschiedene Bereiche des öffentlichen Lebens gefunden. Vielleicht haben Sie schon einmal Nachrichten in einfacher Sprache gehört, einen Ratgeber in Leichter Sprache gelesen oder sind bei einem Museumsbesuch auf Schilder in Leichter Sprache gestoßen? In einem Kurzvortrag erfahren Sie etwas über die wichtigsten Grundlagen und Ideen von Leichter Sprache. Dann möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen. Wir beantworten gerne Ihre Fragen und freuen uns über angeregte Diskussionen. Zum Beispiel über diese Themen: Wo liegen die Chancen der Leichten Sprache für alle Menschen? Wo gibt es Kritikpunkte oder Risiken? Referentinnen für dieses Thema sind Marion Lundborg, Logopädin und Biologin, und Heike Lübben, Sprachheilpädagogin. Beide betreiben seit 2015 das Büro für Leichte Sprache Oldenburg.
Mittwoch, 23. Oktober 2019
18 Uhr
Seminarraum 2, PFL

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V2 // Pflegekammer: Überflüssige Bürokratie oder dringend notwendige Interessenvertretung der Pflege?!

Im Dezember 2016 beschloss der Niedersächsische Landtag die Einrichtung einer Pflegekammer. Im Kern sollen hiermit den 80 000 Pflegefachkräften auf dem Sektor Pflege mehr Rechte und Mitbestimmungsmöglichkeiten verliehen sowie ihr Einfluss auf die Qualität der pflegerischen Versorgung gestärkt werden. Damit wurde Niedersachsen das dritte Bundesland mit einer Pflegekammer. 2018 nahm die niedersächsische Pflegekammer ihre Arbeit auf – begleitet von heftigen Protesten der eigenen Berufsgruppe. Mit Aussagen wie „Mehr Personal statt Pflegekammer“, „Teurer Verwaltungsapparat statt Pflegepersonal“ und „Nein zur Zwangsmitgliedschaft und Zwangsbeitrag“ sagte eine Vielzahl von Pflegekräften auf Demonstrationen der Pflegekammer den Kampf an. Was treibt die Pflegekräfte um? Warum wehren sie sich so massiv gegen einen größeren Einfluss auf pflegerische Versorgung? Über dieses spannende Thema referiert Mechthild Tameling, Gesundheits- und Krankenpflegerin und Berufsschullehrerin, die Sie sich seit Jahren in der Berufspolitik (unter anderem „Fachkommission Pflege“ in Niedersachsen) und der Altenpflegeausbildung engagiert.
Mittwoch, 30. Oktober 2019
18 Uhr
Seminarraum 2, PFL
kostenfrei,
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V3 // Richtig vererben – Was sollte ich dafür wissen?

Etwa zwei Drittel aller Menschen in Deutschland haben kein Testament, oder es ist fehlerhaft. Das führt häufig zu Streit unter den Erben. In diesem Vortrag geht es darum, wie Sie Erbstreitigkeiten verhindern und Ihr Nachlass so, wie Sie es sich wünschen, aufgeteilt wird. Die Referentin AngelaMachens, Rechtsanwältin und zertifizierte Mediatorin, lädt dazu ein, sich mit einem oft auf später verschobenen Thema zu beschäftigen. Folgende und weitere Fragen werden angesprochen: Wer erbt, wenn es kein Testament gibt? Was ist die gesetzliche Erbfolge? Wie frei kann ein Testament gestaltet werden? Welche Formalien müssen beachtet werden? Was ist ein Vermächtnis oder der Pflichtteil? Wann ist ein Ehegattentestament sinnvoll? Wann kann jemand von der Erbschaft ausgeschlossen werden? Wie hoch ist die Erbschaftssteuer? Können spätere Erbstreitigkeiten abgewendet werden?
Mittwoch, 12. Februar 2020
18 Uhr
Seminarraum 2, PFL
kostenfrei,
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V4 // Emotionale Erbschaften

Wie binden und lenken uns unsere emotionalen Erbschaften und wie können wir uns aus den alten Fallstricken befreien? Im Vortrag wird es aus familienbiographischer Perspektive um unsere Auseinandersetzung mit unsichtbaren emotionalen Erbschaften gehen, um Familienaufträge, die nach meiner Erfahrung häufig Generationen in überlieferten leidbringenden Mustern gefangen halten und aus denen wir uns lösen können, wenn wir einen achtungsvollen Blick auf unsere Bindung an die Vergangenen unserer Familie werfen und mögliche uralte Lasten und transgenerationalen Übertragungen benennen, anerkennen und neu ordnen. So kann der Weg zu Annäherung und Versöhnung mit unserer Familie, den Lebenden und Verstorbenen, geebnet werden. Dr. phil. Monika Adamaszek engagiert sich ehrenamtlich seit 2006 im inForum und ist sowohl beruflich als auch mit eigenem Forschungsinteresse an mehrgenerational wirkenden Loyalitäten und Verpflichtungen interessiert.
Mittwoch, 26. Februar 2020
18 Uhr
Seminarraum 2, PFL

kostenfrei, mit Anmeldung »

V5 // Theater im Gespräch mit Vito Cristofaro

Als ich ein sechsjähriger Bub war, fragte mich mein Vater, der Eisenbahner war und aus einer armen Bauernfamilie stammte, ob ich Musik lernen wollte. Er hatte dasselbe schon vergeblich mit meinen beiden älteren Schwestern versucht. Wahrscheinlich hätte ich auch nein gesagt, hätte das Schicksal nicht gewollt, dass gerade in der Zeit, eine Serie über das Leben Giuseppe Verdis im Fernsehen lief. Ich war fasziniert von seiner Figur, und sagte sofort zu meinem Vater: „Ich will wie Giuseppe Verdi werden!“ In diesem Vortrag möchte ich Ihnen über meine Laufbahn als Sohn einer nicht musikalischen Familie in dem fernen Süd-Italien bis zum Dirigentenpult am Oldenburgischen Staatstheater durch Neapel, Rom, Florenz und Wien erzählen. Vito Cristofaro ist nach seinen Stationen in Kalabrien, Wien und Innsbruck seit 2014 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Oldenburgischen Staatstheater.
Mittwoch, 4. März 2020
18 Uhr
Vortragssaal, PFL
kostenfrei,
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V6 // Hand aufs Herz – Liebe auf den späten Blick Tanz-Lese-Projekt

Choreografie: Alexandra Benthin, Anne-Katrin Ortmann.
Lesung: Hanne Huntemann

Ein Mann und eine Frau, die sich als Laien auf das Abenteuer Tanztheater für Menschen Ü60 eingelassen haben, zeigen Ausschnitte aus „Hand aufs Herz“ – ein Ü60-Stück vom tanzwerk bremen. Als die Autorin Hanne Huntemann die Aufführung von „Hand aufs Herz“ besuchte und Kontakt zur Choreografin aufnahm, entstand schnell die Idee, Literatur und Tanz zusammenzubringen. In dem Tanztheaterstück wird auf berührende Weise das wichtigste Thema des Menschen behandelt: Die Sehnsucht nach Liebe und Zärtlichkeit. Eine Sehnsucht, die niemals aufhört und die kein Alter kennt. Zu diesem hochaktuellen Thema liest Autorin Hanne Huntemann, selbst im Rentenalter, aus ihrem Buch „Liebe auf den späten Blick – Partnersuche 60 plus“. Es sind Geschichten, die von Männern und Frauen zwischen 60 und 99 auf der Suche nach dem Glück erzählen. Für die Buch-Recherche interviewte sie viele verliebte Paare, besuchte Flirt- und Speed-Dating-Kurse für Senioren und ließ Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie der Universität Bern, Schweiz zu den großen Chancen einer neuen Liebe im Alter mit einfließen. An diesem Abend gehen Text und Tanz fließend ineinander über, fügen sich absolut gleichberechtigt an- und ineinander und interpretieren sich gegenseitig.
Dienstag, 17. März 2020
18 Uhr
Vortragssaal, PFL
kostenfrei,
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V7 // Herausforderung Häusliche Pflege: Belastungen und Ressourcen für pflegende Angehörige und Alleinlebende mit Pflegebedarf

Prof. Dr. Frauke Koppelin und Kristin Illiger M.A., Jade Hochschule Oldenburg, Fachbereich Bauwesen, Geoinformation, Gesundheitstechnologie, Abteilung Technik und Gesundheit für Menschen (TGM)
Der überwiegende Anteil der Menschen mit Pflegebedarf lebt zu Hause in den eigenen vier Wänden. Dabei bekommen viele Unterstützung durch Angehörige und ambulante Pflegedienste. In dem Vortrag geht es einerseits um die Situation pflegender Angehöriger und deren Belastungen sowie Bewältigungsmöglichkeiten. Anderseits wird es um die zunehmende Gruppe der alleinlebenden pflegebedürftigen Personen gehen, die nicht auf die Hilfe ihrer Angehörigen zurückgreifen können. Am Beispiel der von Demenz betroffenen Personen wird das Erleben und Bewältigen ihrer Erkrankung unter besonderer Berücksichtigung der Alleinlebigkeit aufgezeigt.
Mittwoch, 25. März 2020
18 Uhr
Seminarraum 2, PFL
kostenfrei,
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