One Billion Rising 2020

Oldenburg erhebt sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt

Rita Apel bringt Gastbeitrag zum Thema Alltagssexismus ein

Oldenburg beteiligt sich auch 2020 wieder an der weltweiten Kampagne „One Billion Rising“ (übersetzt: Eine Milliarde erhebt sich). Die Protestaktion macht darauf aufmerksam, dass jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Opfer von physischer, psychischer und/oder sexualisierter Gewalt ist. Am Valentinstag, 14. Februar, sind Oldenburgerinnen und Oldenburger dazu aufgerufen, sich um 16 Uhr auf dem Schlossplatz einem kollektiven Tanz gegen geschlechtsspezifische Gewalt und für Respekt, Wertschätzung, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit anzuschließen.

„Gewalt gegen Frauen beginnt häufig dort, wo wir sie zum Teil gar nicht als solche wahrnehmen: Im Absprechen von Kompetenzen aufgrund des Geschlechts, in anzüglichen Witzen oder der Herabwürdigung von individuellen Empfindungen“, erklärt Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. „Deshalb fokussieren wir in diesem Jahr insbesondere den Alltagssexismus“. Wo der Sexismus den Alltag von Frauen begleitet, bringt am 14. Februar Rita Apel auf die One-Billion-Rising-Bühne. Die Slam-Poetin deckt mit Humor und schmerzhafter Genauigkeit blinde Flecken in der Wahrnehmung auf. Danach wird mit zwei Tänzerinnen eine Choreographie einstudiert und im Anschluss gemeinsam getanzt – nicht nur in Oldenburg, sondern in vielen Städten deutschland- und weltweit.

„Erst wenn wir die Anfänge von Gewalt erkennen und bekämpfen, können wir auch die Eskalationsstufen besiegen“, erläutert Wiebke Oncken den diesjährigen Ansatz, „Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität oder Gesundheitszustand sind aufgerufen, sich uns anzuschließen.“

Zum Auftakt in die etwa eineinhalbstündige Veranstaltung spielt wie in den Jahren zuvor die Sambaschule Oldenburg-Eversten. Die Organisation von „One Billion Rising“ in Oldenburg übernimmt das Gleichstellungsbüro.