Kommunaler Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen* und Häusliche Gewalt

Oldenburg verwirklicht Istanbul-Konvention

Gewalt gegen Frauen und Häusliche Gewalt erfahren zunehmend eine gesellschaftliche Ächtung, dennoch bleiben die Fallzahlen besorgniserregend hoch. Bereits 2011 wurde das „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ beschlossen, das in Deutschland 2018 in Kraft getreten ist – die sogenannte Istanbul-Konvention. Von den Unterzeichnern werden Maßnahmen zur Umsetzung in den Bereichen Prävention und Intervention erwartet.

Verbesserungen für Oldenburg

Um in Oldenburg konkrete Verbesserungen zu erzielen, hat der Rat der Stadt Oldenburg im September 2020 einen „Kommunalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen* und Häusliche Gewalt“ verabschiedet ». Dieser Aktionsplan, der zuvor vom Gleichstellungsbüro in Zusammenarbeit mit den Ämtern der Stadtverwaltung, dem Präventionsrat und Schutz- und Fachberatungsstellen erarbeitet worden war, liegt nun in gedruckter Fassung und als barrierefreies Dokument (PDF, 8,7 MB ) » vor.

Bestehende Angebote wurden analysiert, Bedarfe aufgedeckt und konkrete Handlungsempfehlungen formuliert. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex zeigt, dass Oldenburg zwar auf einem guten Weg gegen geschlechtsspezifische Gewalt ist, aber auch noch viel getan werden muss. Mit dem Ziel und Konzept, die Istanbul-Konvention auch kommunal anzugehen, nimmt Oldenburg deutschlandweit eine Vorreiterrolle ein.

Erste Maßnahmen

Das Gleichstellungsbüro arbeitet bereits an der Umsetzung der ersten Maßnahmen. Zudem werden nach dem Haushaltsbeschluss des Stadtrates am 25. Januar 2021 Mittel für die Einrichtung einer Koordinierungsstelle bereitgestellt, die die Umsetzung des Aktionsplans steuert und überwacht. Weiterhin weit oben auf der Prioritätenliste stehen die bessere Förderung von Schutz- und Gewaltberatungsstellen, eine Beratungsstelle eigens für von Häuslicher Gewalt (mit-)betroffenen Kindern und die Weiterentwicklung der Täter- und Täterinnenarbeit vor Ort.

Einsicht in den Aktionsplan und Stand der Umsetzung

Der Aktionsplan ist, wie die behandelten Themen, vielschichtig und komplex. Auf diesen Internetseiten steht deshalb eine übersichtlichere und zum Teil vereinfachte Version für alle Interessierten zur Verfügung. Die in der Online-Version angegebenen Informationen entsprechen der Aktualität des Druckdatums des „Kommunalen Aktionsplans gegen Gewalt an Frauen* und Häusliche Gewalt“. Nachträgliche Änderungen werden nicht vorgenommen. Fortschritte, die in der Umsetzung des Aktionsplans erzielt werden, können unter „Aktueller Stand der Umsetzung“ » eingesehen werden.

Vollständige Version „Kommunaler Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen* und Häusliche Gewalt“ (PDF, 8,7 MB, barrierefrei) »