Kann man K.O.-Tropfen erkennen?

Kurz gesagt: sehr schwer. Die Substanzen sind üblicherweise farb- und geruchlos und haben keinen oder nur einen geringen Eigengeschmack. Hinzu kommt, dass die ersten Symptome den Eindruck eines leichten bis starken Alkoholrausches erwecken. Da in fast allen Fällen zusätzlicher Alkoholkonsum eine Rolle spielt, ist das Abdriften der Betroffenen häufig weder für die Betroffenen selbst, noch für Außenstehende und auch für Notfallsanitäterinnen und -sanitäter oder Ärztinnen und Ärzte nicht besonders auffällig. Dabei ist gerade die Kombination mit Alkohol sehr gefährlich.

Bei ganz genauer Beobachtung können K.O.-Tropfen manchmal rechtzeitig erkannt werden. Einige der Warnsignale gelten für die Betroffenen, andere sind nur für Außenstehende erkennbar. Es ist also wichtig, dass alle Beteiligten eines Party-Gespanns Bescheid wissen.

Bei folgenden Auffälligkeiten sollte man lieber zu vorsichtig als zu gutgläubig sein:

  • Jemand anderes besteht darauf, ein Getränk zu holen oder kommt ungebeten mit einem Getränk und stellt die Ablehnung als kindisch dar.
  • Ein Getränk schmeckt leicht anders, vor allem, wenn es ein salziger oder seifiger Beigeschmack ist.
  • Die (vermeintliche) Alkoholisierung passt nicht zur Menge des konsumierten Alkohols.
  • Eine Freundin wirkt seltsam verwirrt, hilflos oder auffällig euphorisch und enthemmt.
  • Sehr plötzlich auftretender Schwindel, Übelkeit und Müdigkeit.