Im Tandem gegen häusliche Gewalt

Von häuslicher Gewalt betroffene Frauen mit Migrationshintergrund werden schwerer durch Gewaltberatungsstellen und andere Institutionen des Hilfesystems erreicht, obwohl sie tendenziell häufiger von Gewalt in Beziehungen betroffen sind. Schwierigkeiten bei der Beratung und der Intervention bereiten zudem sprachliche und kulturelle Barrieren auf beiden Seiten, weshalb zusätzliche Strategien und Fachkenntnisse sowie ein funktionierendes Netzwerk erforderlich sind. Die Zusammenarbeit im „Tandem“ soll die Gewalt- und Migrationsberatung stärker zusammenführen.

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, der Landespräventionsrat Niedersachsen und das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg luden gemeinsam zu der Auftaktveranstaltung einer landesweiten Seminarreihe „Im Tandem gegen häusliche Gewalt - Häusliche Gewalt im Migrationskontext“ ein.

Die Tagung fand am Montag, 12. Juni 2017, von 10 bis 16 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3 statt.

Programm

Nach einem Grußwort durch die Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler wird Dr. Sabine Bohne, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück über „Barrieren und Zugangshindernisse bei der Inanspruchnahme des Hilfesystems“ referieren.

In einer sich anschließeenden Fishbowl-Diskussion wird der Vortrag unter der Überschrift „Enttabuisierung und Förderung der Zivilcourage bei Partnergewalt im Migrationskontext“ vertieft.

Eine zweite Fishbowl-Diskussion zum Thema „Kulturelle Vielfalt und interkulturelle Kompetenzen von Fach- und Führungskräften“ schließt sich an die Mittagspause an.

Der Tagungstag endet mit einem Vortrag zu „Grundlagen des Aufenthaltsrechts“ mit der Rechtsanwältin Karin Sehr, Hannover.

Den Flyer mit allen Informationen können Sie hier » (PDF, 287 KB) herunterladen.

Organisatorisches

Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro beziehungsweise 20 Euro (Ermäßigung für Ehrenamtliche, Studierende unter anderem nach Selbsteinschätzung) inklusive Verpflegung.

Bitte überweisen Sie die Teilnahmegebühr bis zum 8. Juni 2017 unter Angabe des Kassenzeichens 01.00110.17.00002.0 und Ihres Namens auf das Konto der Stadt Oldenburg.
IBAN: DE49 2805 0100 0000 4001 68
BIC: SLZODE22

Die Anmeldung erfolgt bis zum 6. Juni 2017 per E-Mail unter servicecenter(at)stadt-oldenburg.de » oder telefonisch unter 0441 235-4444. Die Plätze sind begrenzt. Für die Zulassung der Anmeldung gilt daher die Reihenfolge der eingegangenen Anmeldungen.