„migrantas“ kommt nach Oldenburg

Migration hat viele verschiedene Gesichter. Auch in der öffentlichen Debatte wird in unterschiedlicher Weise über Mobilität, Migration und Transkulturalität diskutiert. Viele Auseinandersetzungen drehen sich um Integrationsbestrebungen und -forderungen, um die Ansätze der Inklusion, um Identität und kulturelle Differenzen. Doch häufig bleiben Migrantinnen und Migranten mit ihren Lebensrealitäten, Gedanken und Erfahrungen unsichtbar.

Das 2004 gegründete Künstlerinnenkollektiv „migrantas“ setzt genau hier an. Die Künstlerinnen, die selbst in transnationalen Zusammenhängen leben und arbeiten, bündeln Fachdisziplinen aus Kunst, Design, Soziologie, Journalistik und Politikwissenschaft. Mit ihrem Projekt schaffen sie Räume für Empowerment und Reflektion.

Auch Oldenburg soll hiervon profitieren. In einem ersten Schritt bieten die Künstlerinnen mehrere Workshops an. In diesen tauschen sich Migrantinnen und Migranten aus verschiedenen Herkunftsländern, mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus sowie kulturellem oder sozialem Hintergrund über ihre Erfahrungen aus. Ihre  Erfahrungen und Wünsche bringen sie dabei in Zeichnungen, Bildern oder Motiven zum Ausdruck.

Im Anschluss verdichten die Künstlerinnen von „migrantas“ die Ergebnisse der Workshops zu Piktogrammen. Auf diese Weise entstehen visuelle Aussagen, die jenseits von Sprache und kulturellen Prägungen verständlich sind.

Die Piktogramme ziehen auf Plakaten in das öffentliche Stadtbild ein, regen so zur Auseinandersetzung mit den Themen Migration und Integration an und laden zu einem Perspektivwechsel ein. Das Projekt endet mit einer Ausstellung. Hier wird der gesamte Prozess für alle zugänglich gemacht. Neben Fotos aus den Workshops werden die dort entstandenen Zeichnungen und die Piktogramme präsentiert. Ebenso wird die Möglichkeit geschaffen, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Workshops ins Gespräch zu kommen.

„migrantas“ kommt auf Einladung des Amtes für Zuwanderung und Integration und des Gleichstellungsbüros nach Oldenburg.

Vom 26. bis 30. August 2019 sind neun Workshops geplant, für die ab sofort Anmeldungen entgegen genommen werden.

Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anzahl der Plätze allerdings auf 20 je Termin begrenzt. Eine Anmeldung ist deshalb notwendig.

Falls eine Sprachmittlung gewünscht wird, kann dies bei der Anmeldung angegeben werden.

Workshop-Termine 2019

Montag, 26. August, 9 bis 12 Uhr (ausschließlich für Frauen)
Haus Welcome, Von-Ketteler-Straße 12

Montag, 26. August, 14 bis 17 Uhr
Gemeinwesenarbeit Dietrichsfeld, Alexanderstraße 331

Dienstag, 27. August, 9 bis 12 Uhr
DRK Begegnungszentrum, Kaiserstraße 19

Dienstag, 27. August, 14 bis 17 Uhr
Aids-Hilfe, Bahnhofstraße 23

Mittwoch, 28. August, 9 bis 12 Uhr
IBIS, Bahnhofsplatz 10

Mittwoch, 28. August, 14 bis 17 Uhr (ausschließlich für Frauen)
Gemeinwesenarbeit Kreyenbrück, An den Voßbergen 58 D

Donnerstag, 29. August, 9 bis 12 Uhr (ausschließlich für Frauen)
Gemeinwesenarbeit Bloherfelde, Bloherfelder Straße 173

Donnerstag, 29. August, 14 bis 17 Uhr
Academy of English, Fürstenwalder Straße 1

Freitag, 30. August, 9 bis 12 Uhr
Migrationscenter Oldenburg, Schütte-Lanz-Straße 8-10/15

Anmeldungen nimmt das ServiceCenter der Stadt Oldenburg bis 21. August entgegen:
Telefon 0441 235-4444 oder per Mail an servicecenter(at)stadt-oldenburg.de

Die Ausstellung wird vom 26. September bis 25. Oktober 2019 im Bürgerbüro Mitte, Pferdemarkt 14, zu sehen sein und wandert danach durch verschiedene Einrichtungen in Oldenburg.

Alle Informationen rund um das Projekt enthält auch der Flyer » (PDF, 3 MB)