Oldenburger Ratsfrauen seit 1919: Sie haben das Wort!

Vor 100 Jahren fand der lange Kampf um das Frauenwahlrecht in Deutschland sein erfolgreiches Ende. Mit Verabschiedung des Reichswahlgesetzes am 30. November 1918 erlangten Frauen das aktive und passive Wahlrecht, ein großer Erfolg für die Demokratie.

1919 zogen die ersten sieben Ratsfrauen, darunter Berta Ramsauer und Willa Thorade, in den Oldenburger Stadtrat ein, weitere 111 folgten ihnen bis 2018. Sie gestalten das Rats- und Stadtgeschehen mit, bringen ihre Erfahrungen aus Beruf, Ehrenamt und persönlichen Lebensumständen ein und sorgen für Veränderungen.

Eingebunden in zeitgeschichtliche Texte, die sich an den politischen Umbrüchen des vergangenen Jahrhunderts orientieren, stellt das Gleichstellungsbüro in dem Buch „Oldenburger Ratsfrauen seit 1919: Sie haben das Wort!“ alle 118 Ratsfrauen vor. Die Portraits wurden auf Grundlage eines Fragebogens, persönlichen Interviews und intensiver Recherche entwickelt. Herausgekommen ist ein Lesebuch, das die Entwicklung der Frauenrechte in Deutschland aufzeigt, kommunalpolitische Entwicklungen beschreibt und das politische Engagement der Ratsfrauen fokussiert.

Egal ob beim Lesen eine chronologische Herangehensweise bevorzugt wird oder ob man beim flüchtigen Durchblättern an einer Stelle hängenbleibt, es tun sich immer wieder neue Perspektiven auf das Wirken der Oldenburger Ratsfrauen auf.

Das Buch „Oldenburger Ratsfrauen seit 1919: Sie haben das Wort!“ mit der ISBN 978-3-926294-38-8 ist im Buchhandel zum Preis von 10 Euro erhältlich.

Praxisheft zur gendersensiblen Pädagogik in der KiTa

Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen beginnt schon im Vorschulalter, wo Mädchen leise in der Puppenecke hüten und kochen, derweil die Jungen mit Heldenmotiven geschmückt lautstark den Gruppenraum entern. Solche Szenen haben durchaus ihre Daseinsberechtigung und doch manifestiert sich hier ein gesellschaftliches Rollenbild mit Langzeitwirkung. Nur vermeintlich steht jeder und jedem jede Tür offen. Immer noch fällt ein Junge mit Puppe genauso auf wie ein Mädchen, das sich raumgreifend Respekt verschafft. Paradoxerweise fordern wir zeitgleich selbstbewusste Frauen und familienorientierte Väter.

Die Gleichstellungsbeauftragten der Landkreise Cloppenburg und Wesermarsch, sowie der Städte Delmenhorst und Oldenburg haben sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt und eine Broschüre für Kindertagesstätten heraus gebracht, die den gendersensiblen Blick schärfen soll. Erzieherinnen und Erzieher können hiermit ihre Einrichtung und sich selbst in den Blick nehmen, ungesehene Stereotype aufdecken und Anregungen erhalten, wie diese Muster aufgebrochen werden können.

„Toben im Prinzessinnenkleid - Praxisheft zur gendersensiblen Pädagogik in der KiTa" wurde ab März 2018 vom Gleichstellungsbüro an alle Oldenburger Kindergärten, Horte und weitere Einrichtungen versandt.

Alle weiteren Interessierten erhalten die Broschüre in der Kinderbibliothek am PFL, Peterstraße 1 sowie den Stadtteilbibliotheken oder direkt im Gleichstellungsbüro.

Toben im Prinzessinnenkleid online » (PDF, 4,6 MB)

Plakat und Faltblatt: Keine Frau muss Gewalt akzeptieren

Das Gleichstellungsbüro hat das Plakat „Keine Frau muss Gewalt akzetieren“ der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Geschlechter übernommen und herausgegeben. In ausdrucksstarken Bildern und sechs Sprachen wird auf die Unterstützung durch das bundesweite  Hilfetelefon 08000 116016 hingewiesen.
Ebenfalls wurde das Faltblatt „Hilfe bei Gewalt“» (PDF, 1,6 MB) übernommen.

Das Plakat und das Faltblatt sind im Gleichstellungsbüro » erhältlich.

Hintergrundinformationen für die Unterstützung eingewanderter Frauen

Frauen haben einen rechtlichen Anspruch auf Schutz vor Gewalt. Den Frauen, die nach Deutschland einwandern, sind die deutschen Gesetze nicht bekannt. Aber auch die Unterstützerinnen und Unterstützer haben einen Informationsbedarf. Das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg hat unter Verwendung des Dossiers „Wenn der Ehemann, Partner oder die Familie gewalttätig ist. Hintergrundinformationen für die Unterstützung eingewanderter Frauen“ der Bremischen Zentrallstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau, ZGF eine Broschüre herausgegeben, in der ein Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen gegeben wird.

In der Broschüre werden die gesetzlichen Grundlagen beschrieben, Fragen zum Aufenthalt beantwortet, Unterhaltsansprüche erläutert und aufgeführt, welche Beratungseinrichtungen ansprechbar sind.

Die Broschüre kann hier » (PDF, 924 KB) herunter geladen werden.

Pflege anders als gedacht

Im April 2014 hat das Frauenbüro die Broschüre „Pflege anders als gedacht - Denkanstöße für pflegende Männer und Frauen“ herausgegeben.

Hier können Sie die Broschüre » (PDF, 550 KB)  herunterladen.

Begleitband zur Ausstellung „Zarter Fuß an hartem Leder“

Zur Ausstellung „Zarter Fuß an hartem Leder“ ist ein Begleitband mit zahlreichen Hintergrundinformationen erschienen. Darin sind Artikel zur Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland und speziell auch in Oldenburg enthalten. Eine spannende Chronologie ergänzt diese Berichte. Wie sich das Fußballverbot im Zeitgeist spiegelte, beleuchtet ein weiterer Artikel. Dazu enthält das Begleitband zwei Interviews mit früheren Spielerinnen.  

Um Ihnen einen kleinen Vorgeschmack zu geben, stellen wir Ihnen hier eine kleine Auswahl aus dem Inhalt vor.

Schreibwettbewerb: Von Müttern und Töchtern

Aus den ausgewählten Beiträgen des Schreibwettbewerbs „Mütter und Töchter – Töchter und Mütter“ ist ein gleichnamiges Hörbuch entstanden, das nun vom Medienhaus Rösemeier und dem Frauenbüro der Stadt Oldenburg präsentiert wird. Es enthält zwei CDs und ein umfangreiches Booklet zum Preis von 15 Euro in der Buchhandlung Libretto und im örtlichen Buchhandel erhältlich.
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Buchvorstellung: Gleichgewicht

Ob Gedichte zum Schmunzeln, Geschichten zum Nachdenken oder Erzählungen, in denen man sich selber wiedererkennt: die Ergebnisse des Schreibwettbewerbs „Gleichgewicht – über die Beziehung von Körper(Gewicht) und (Körper)Gefühl“ sind vielfältig und spannend. Mehr »

Seminarreihe: Ganz schön behindert

2008 führte das Frauenbüro der Stadt Oldenburg gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Ammerland und SeGold die Seminarreihe "ganz schön behindert" für körperbehinderte Frauen durch. Die Dokumentation der Reihe können Sie hier » (PDF 1,5 MB) herunter laden.