Familie und Diversität

Die Universität Oldenburg bietet einige interessante Veranstaltungen zum Thema „Familie und Diversität: Perspektiven Sozialer Arbeit“. Neben einem Film mit anschließendem „Erzählcafé“ konnten renommierte Experten gewonnen werden, die Aspekte der Familienarbeit beleuchten. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.

04.12.2013, 18.15 Uhr, S 2-206
PD Dr. Ulf Gebken (Universität Oldenburg): Elternarbeit in sozial-integrativen Sportprojekten. Chancen und Grenzen von interkulturellen „Best-practice-Beispielen“

Elternarbeit kann gelingen, wenn besondere Kontaktpersonen mit Fremdsprachenkompetenz und Vertrauensvorschuss in das Projekt eingebunden sind. Vor allem kleinräumige Netzwerke, in Zusammenarbeit von Migrantenselbstorganisationen, Elternverein und im Stadtteil etablierten Einrichtungen haben erheblichen Einfluss auf eine Aktivierung von Eltern in sozial benachteiligten Milieus. Im Rahmen des Vortrages soll dies an „Best-Practice- Sportprojekten“ verdeutlicht werden.

18.12.2013, 18.15 Uhr, Cine-k (Kino in der Kulturetage)
Film & Erzählcafé: Familienbiografische Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus

Film: Meine Familie, die Nazis und ich - „In der Dokumentation beginnen Kinder und Enkel der NS-Täter eine Aufarbeitung auf ganz persönlicher Ebene. Vor der Kamera des israelischen Filmemachers Chanoch Ze'evi öffnen sie sich und erzählen ihre ganz eigene Familiengeschichte.“ (WDR.de)
Erzählcafé – Drei Gäste erzählen über ihre Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus. Anschließend ist Raum um gemeinsam über die Bedeutung
familienbiografischer Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus und die Rolle der Sozialpädagogik nachzudenken.

22.01.2014, 18.15 Uhr, A14 – Hörsaal 3
Dr. Martina Richter (Universität Vechta): Institutionelle Gesprächspraktiken in der Sozialpädagogischen Familienhilfe

Gesprächspraktiken in der Sozialen Arbeit sind durch spezifische, sich nicht selten widersprechende, strukturelle Bedingungskontexte und institutionelle An
forderungen geprägt, die die Professionellen und AdressatInnen situiert bearbeiten. Im Rahmen des Vortrags soll am Beispiel der Sozialpädagogischen Familienhilfe gezeigt werden, wie mithilfe der ethnomethodologischen Konversationsanalyse institutionelle Gesprächspraktiken systematisch untersucht werden können. Wie wird die Familienhilfe von den beteiligten Akteuren als sozialpädagogisches Handlungsfeld kommunikativ konturiert und welche Vorstellungen z.B. von Familialität werden konstituiert?