„UKAPO“ - Neues Instrument für einfache Verständigung im Gesundheitswesen

Unterstützte Kommunikation anhand von Bilderkarten
In einem vierjährigen Forschungsprojekt entwickelte die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg gemeinsam mit pharmazeutischem Fachpersonal die „UKAPO“ (Unterstützte Kommunikation in der APOtheke). Eine Sammlung von beschrifteten Bildkärtchen rund um das Thema Gesundheit. Fragen nach der Befindlichkeit der Patientinnen und Patienten können so deutlicher geklärt werden. Auch die Einnahme von Medikamenten kann anhand der Bilderkarten vereinfacht dargestellt werden.

Apothekentafel vielseitig einsetzbar
Grundsätzliche Idee des auch von der Stadt Oldenburg geförderten Projektes ist es, Menschen mit Kommunikationseinschränkungen zu ermöglichen, ihr gesundheitliches Anliegen mittels Symbolen zu verdeutlichen, auch ohne Sprache. Die Verständigung mit Apothekenkräften, Ärzten oder in anderen Bereichen der Gesundheits-, Flüchtlings- und Behindertenhilfe, kann mit Hilfe der UKAPO unterstützt werden. Die Apothekerkammer Niedersachsen hat die Verbreitung des Ringbuchs maßgeblich finanziell unterstützt, indem sie allen Apotheken in Oldenburg und darüber hinaus allen rund 2000 Apotheken in Niedersachsen je ein Ringbuch zugeschickt hat. Darüber hinaus wurde das Ringbuch durch die Stadt auch anderen Stellen, zum Beispiel den Familienhebammen (Team GuStL), der Flüchtlingssozialarbeit oder dem Sozialpsychiatrischen Dienst zur Verfügung gestellt.

„Ein ganz einfaches und gleichzeitig wertvolles Instrument, um die Kommunikation auf effektive Weise zu ermöglichen oder zu erleichtern in Fällen, bei denen es darauf ankommt, dass man möglichst genaue Informationen bekommt“, so Dr. Holger Petermann, Leiter Amt Amtsärztlicher Dienst, Stadt Oldenburg.

Wenn Sie mehr über die UKAPO erfahren wollen oder diese käuflich erwerben wollen finden Sie entsprechende Informationen beim Methodenzentrum für Unterstützte Kommunikation (MEZUK) »