Was ist Inklusion?

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch, unabhängig von seinen persönlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten, Geschlecht, Behinderung, Alter, Herkunft und sozialem Status in einer Gemeinschaft willkommen ist. 
Es handelt sich um einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz, der nicht nur Menschen mit besonderen Voraussetzungen oder den Bildungs- und Erziehungsbereich betrifft.  Vielmehr geht es darum, allen Menschen die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe an der Gestaltung eines gemeinsamen Miteinanders von Anfang an zu ermöglichen. Barrieren und Hindernisse, die dem entgegenstehen werden erkannt und aktiv beseitigt.

Vielfalt wertschätzen
Inklusion geht davon aus, dass die Verschiedenheit der Menschen in einer Gesellschaft eine Bereicherung darstellt, die wertgeschätzt und nutzbar gemacht werden soll. Dahinter steht die Überzeugung, dass nicht nur jeder Einzelne, sondern auch eine Gemeinschaft als Ganzes von den vielfältigen Potentialen ihrer einzelnen Mitglieder profitieren kann.
Ausgrenzungen sollen vermieden werden, das heißt beispielsweise auch, den Herausforderungen des demographischen Wandels zu begegnen sowie Anzeichen von Diskriminierung zu erkennen und abzubauen. Des Weiteren sollen Zwei-Gruppen-Einteilungen, in zum Beispiel „Deutsche und Ausländer“, „Behinderte und Nichtbehinderte“ oder „Arme und Reiche“ vermieden werden, da die Reduzierung auf eine bestimmte Eigenschaft dem einzelnen Menschen nicht gerecht wird und trennende Entwicklungen in der Gesellschaft fördert und festigt.

Inklusion als Menschenrecht
Die Idee der Inklusion ist zentraler Leitgedanke der UN-Menschenrechtskonvention. Diese enthält auch Passagen, die nicht ausschließlich Menschen mit besonderen Voraussetzungen und entsprechende Sonderbereiche betreffen. Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die alle betrifft und auf nahezu alle Lebensbereiche anwendbar ist.