Mehr Mut. Gemeinsam.

Eines der zentralen Zukunftsthemen der Stadtentwicklung ist der demografische Wandel. Oldenburg wird größer, älter und bunter – die wachsende Stadt verändert sich in der vielfältigen Zusammensetzung. Was heißt das für das Leben in unseren Nachbarschaften, Quartieren und Stadtteilen? Wie finden wir auch morgen die Fachkräfte für unsere Unternehmen und Menschen, die sich für andere engagieren? Und wie können wir auch lokal so wirtschaften, dass es unsere ökologischen Lebensgrundlagen nicht schädigt?

Die seit dem 24. Juni 2020 vorliegende Demografiestrategie gibt auf diese Fragen keine Antworten von oben herab, sondern schafft Gelegenheiten, die Antworten gemeinsam zu finden und Lösungen zusammen zu gestalten. Auf Augenhöhe. Mit denen, die es betrifft.

Erstellt wurde die Oldenburger Demografiestrategie von der Arbeitsgruppe „Oldenburg für alle – Demografie als Chance“. Die Fachleute aus Politik, Zivilgesellschaft und Verwaltung begleiten auch weiterhin die gemeinsame, kokreative Erarbeitung der Problemlösungen. Start ist im Herbst 2020, zunächst mit organisatorischen Vorbereitungen, dann ab 2021 digital und ganz praktisch in Stadtwerkstätten.

Zur Demografiestrategie » (PDF, 3,1 MB)

 

Hintergrund: AG „Oldenburg für alle – Demografie als Chance“

Auch zukünftig soll unsere Stadt eine hohe Lebensqualität für alle gesellschaftlichen Gruppen bieten. Von 2017 bis 2019 arbeitete dazu eine Gruppe von Fachleuten aus der Stadtgesellschaft und der Verwaltung an der Strategie „Oldenburg für alle – Demografie als Chance“. In den Arbeitstreffen wurden die Bereiche Wohnen und Versorgung im Quartier, Gesundheit, Pflege und Betreuung, Mobilität und Barrierefreiheit, lebenslanges Lernen/ Bildung, Arbeit und soziale Sicherung, Freizeit, Kultur und Sport sowie Engagement, Partizipation und politische Teilhabe betrachtet.

Auf Basis der Erkenntnisse der ersten Arbeitsphase wurden für die Demografiestrategie „Mehr Mut.Gemeinsam.“ die relevanten Themen, Fragestellungen für die Umsetzung entwickelt sowie Empfehlungen für eine kokreative Erarbeitung von Lösungen - gemeinsam mit Interessierten und Akteuren - vorgeschlagen.

Die Strategie will dabei bestehende städtische Konzepte mit einem Bezug zu demografischen Fragen sichtbar machen und Verbindungen zueinander aufzeigen. Darüber hinaus beschreibt sie die Herausforderung an Verwaltung, Problemlagen zukünftig verstärkt gemeinsam mit internen und externen Partnern moderierend zu lösen. Schließlich sensibilisiert die Demografiestrategie dafür, Angebote, Dienstleistungen und Produkte eher so zu gestalten, dass sie für alle Menschen in der Stadt nutzbar sind.

Die Erarbeitung der Oldenburger Demografiestrategie orientierte sich an den Ergebnissen der Studie der Hamburger Körber-Stiftung und des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Die Körber-Stiftung begleitet seit mehreren Jahren deutsche Kommunen auf ihrem Weg der Bewältigung des demografischen Wandels. Aus diesen kommunalen Erfahrungen wurden 10 Handlungsschritte extrahiert, die der Arbeitsgruppe im Oldenburger Prozess als Richtschnur dienen werden.

Ebenfalls wurden die Empfehlungen aus dem Prozess „BürgerForum Demografie“ (2014) » (PDF, 3,5 MB) aufgenommen und in der Arbeitsgruppe weiterbearbeitet.

Stadtlabor demografische Zukunftschancen der Körber-Stiftung

Seit Herbst 2016 ist die Stadt Oldenburg Mitglied im „Netzwerk Demografiefeste Kommune“ der Hamburger Körber-Stiftung. Die Körber-Stiftung » versammelt in diesem Netzwerk Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Städten und Gemeinden in Deutschland, die in ihren Kommunen die Themen Alter und Demografie mitverantworten. Neben regelmäßigen Treffen zum Erfahrungsaustausch bietet die Stiftung Beratung an.

2017 fand vom 13. bis 14. März das Netzwerktreffen in Oldenburg statt.

Seit 2018 engagiert sich die Stadt Oldenburg im Stadtlabor. Die Werkstrattreihe der Stifung », gemeinsam mit zwölf weiteren deutschen Städten und Landkreisen, gibt Input und ermöglicht Austausch zum Zukunftsthema „demografischer Wandel” und der entscheidenden Frage „was lokale Politik und Verwaltung heute tun können, damit auch morgen alle Generationen vor Ort gut zusammen leben können.”