Pflegebericht

Der Pflegebericht der Stadt Oldenburg stellt die lokale pflegerische Versorgungssituation für den Zeitraum 2011 bis 2017 dar. Dargestellt werden die demografische Entwicklung, die Pflegebedürftigkeitsentwicklung und pflegerische Versorgungssituation in der Stadt Oldenburg. Auf dieser Basis und vor dem Hintergrund von Prognosen werden konkrete Handlungsempfehlungen vorgeschlagen.

Hier finden Sie den Pflegebericht der Stadt Oldenburg » (PDF, 9 MB, barrierefrei)

Warum ein Pflegebericht?

Pflege betrifft uns alle, individuell als zu Pflegende und als Angehörige, kollektiv als Gesundheits- und Pflegebranche und als Kommunalpolitik. Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen, in jedem Alter.

Die Sicherstellung einer bedarfsgerechten pflegerischen Versorgung stellt angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels eine komplexe gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Damit sie bewältigt werden kann, bedarf es auch kleinräumiger Lösungsstrategien. Ein wesentlicher Baustein hierbei ist der Aufbau und die Verstetigung einer kommunalen Pflegeberichterstattung. Sie schafft eine solide Planungsgrundlage zur pflegerischen Versorgung vor Ort. Diese Aufgabe ist die Stadt Oldenburg nachgekommen.
Der Örtliche Pflegebericht 2020 der Stadt Oldenburg steht jetzt als Diskussions- und Handlungsgrundlage zur Verfügung.

Das Land Niedersachsen unterstützt die Kommunen bei der Berichterstellung und möchte die Pflegeberichte landesweit stärker vereinheitlichen, damit hieraus auch Schlüsse für die Erstellung des Landespflegeberichtes und die Pflegepolitik auf Landesebene gezogen werden können.

Zahl der Pflegebedürftigen steigt

Zentrale Ergebnisse des Berichtes sind, dass die Zahl der Pflegebedürftigen deutlich angestiegen ist, auch die Zahl der jüngeren Pflegebedürftigen ist gewachsen. Fast drei Viertel aller Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt. Frauen bilden die Mehrheit der Pflegebedürftigen und der Pflegenden.

Ein besonderes Augenmerk legt der Bericht darauf, dass pflegebedürftige Menschen durch vielfältige und flexible Angebote und Hilfen ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen und an der Gesellschaft teilhaben können.
Dabei hat sich herausgestellt, dass die Sozialraumorientierung, die auf einzelne Stadtquartiere ausgerichtet ist für die zukünftige Ausgestaltung der Pflege von zentraler Bedeutung sein wird. Das Quartier als wohnortnahes Bezugsfeld der pflegerischen Versorgung stellt den entscheidenden Handlungsraum dar, in dem Teilhabe und ein aktives Altern nach den Wünschen und Vorstellungen der Menschen organisiert werden kann.