Stadtrat bekundet Solidarität

Ukraine-Krise

Einstimmiger Beschluss – Große Hilfsbereitschaft der Oldenburgerinnen und Oldenburger

Der Rat der Stadt Oldenburg hat in seiner Sitzung am Montagabend, 28. Februar 2022, ein klares Zeichen gesetzt: In einem einstimmigen Beschluss verurteilen die Ratsmitglieder den militärischen Angriff Russlands auf die Ukraine als einen offenen Bruch des Völkerrechts. Die offensichtlich beabsichtigte Annexion der Ukraine sei durch nichts zu rechtfertigen Der Rat erklärt daher seine volle Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zitierte den früheren Bundeskanzler Willy Brandt: „Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.“

Flagge vor dem Rathaus

In dem von den Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und der CDU, von der Gruppe FDP/Volt und den Ratsmitgliedern der Linken eingebrachten Beschlusstext heißt es: „Wir, die unterzeichnenden Mitglieder des Stadtrates, wollen dieser Solidarität in Oldenburg Sichtbarkeit verschaffen und alles uns Mögliche tun, dass das Leid der ukrainischen Bevölkerung nicht vergessen wird und Geflüchteten die notwendige Hilfe zuteil wird.“

Der Rat steht ausdrücklich hinter der bereits von Oberbürgermeister Krogmann öffentlich gezeigten Solidarität, die er durch das Hissen der ukrainischen Flagge vor dem Oldenburger Rathaus und die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen bekundet hat. Krogmann betonte, dass ihn die große Anteilnahme und die Hilfsbereitschaft der Oldenburgerinnen und Oldenburger mit Stolz erfüllt.

Oldenburg hilft der Ukraine

In Oldenburg hat sich binnen kürzester Zeit die Initiative „Oldenburg hilft der Ukraine“ gebildet. Die Initiative will private Unterkünfte für Flüchtlinge organisieren, Geflüchtete mit Reisebussen nach Oldenburg transportieren und Sachspenden an die ukrainische Grenze bringen. Mitinitiator Maik Günther stellte die Anstrengungen in der Einwohnerfragestunde vor und bat Rat und Verwaltung um Unterstützung.

Oberbürgermeister Krogmann plädierte für ein koordiniertes Vorgehen. Er rief zu Spenden an renommierte Hilfsorganisationen auf und wies darauf hin, dass für die Flüchtlingsaufnahme zunächst Rechtsgrundlagen auf Landes- und Bundesebene geschaffen werden müssen. „Wir erwarten dazu in den nächsten Tagen Regelungen.“ Die Stadt verfüge aus der Zeit der Flüchtlingskrise in den Jahren 2015 und 2016 über bewährte Strukturen, die schnell aktiviert werden könnten, so der Oberbürgermeister. So könnten sofort 50 Menschen aufgenommen werden. Bei einer Belegung der Unterbringungskapazitäten in voller Auslastung könnten bis zu 150 Personen untergebracht werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit einem Vorlauf von rund 14 Tagen eine mobile Messehalle mit Sanitär- und Küchencontainern errichten zu lassen. Diese Halle würde Unterbringungskapazitäten für 108 Menschen in Vier-Bett-Zimmern bieten.

Ob und wie viele Menschen tatsächlich in Oldenburg Zuflucht suchen werden, ist noch unklar.

Aufruf zu Spenden

Wer Spenden möchte, um die Menschen in der Ukraine und Hilfsorganisationen zu unterstützen, findet Informationen zu Spendenmöglichkeiten auf dieser Seite »

Infos der Deutschen Bahn für Reisende aus der Ukraine in Landessprache

Reisende haben die Möglichkeit, mit ihrem ukrainischen Pass/ID bis Berlin, Dresden, Nürnberg, München zu fahren und benötigen dafür keine weitere Fahrkarte. Für die Weiterfahrt gibt es ein kostenfreies „helpukraine“-Ticket. Weitere Informationen dazu gibt es auf Deutsch, Englisch und Ukrainisch auf der Seite der Deutschen Bahn »

Zuletzt geändert am 8. Juni 2022