Aktionsplan Energie - Energiepolitisches Arbeitsprogramm 2020

Das Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept 2012 der Stadt Oldenburg gibt einen Handlungsrahmen vor, bis zum Jahr 2020 auf lokaler Ebene zum Erreichen nationaler und internationaler Klimaschutzziele durch eigene Maßnahmen beizutragen dadurch eine CO2-Reduktion von circa 100.000 Tonnen im Vergleich zum Basisjahr 1990 zu erreichen. Dieses Leitbild wurde im Februar 2012 vom Rat der Stadt Oldenburg beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, auf der Basis der Maßnahmenvorschläge aus dem InEKK-Handlungsrahmen und eigener Überlegungen jährlich ein energiepolitisches Arbeitsprogramm mit konkreten Umsetzungsschritten für das jeweils folgende Jahr zu erstellen.

Das achte Energiepolitische Arbeitsprogramm „Aktionsplan Energie 2020 wurde dem Ausschuss für Umwelt, Stadtgrün und Klima (ASUK) am 14. November 2019 präsentiert. verabschiedet. Haushaltsmittel in Höhe von rund 600.000 Euro für die Umsetzung der Maßnahmenvorschläge sind im Haushaltsplan veranschlagt.
Aktionsplan Energie 2020 » (PDF, 1,3 MB)

Maßnahmen
Bei den Projekte des Aktionsplans 2020 handelt es sich im Wesentlichen um fortgesetzte, zum Teil modifizierte Maßnahmen aus vorhergehenden energiepolitischen Arbeitsprogrammen. Von zentraler Bedeutung ist hier das sehr erfolgreiche Förderprogramm energetische Altbausanierung. Neu ist der Vorschlag einer Stromsparberatung für alle interessierten Haushalte. In dem Zusammenhang soll auch die bereits 2013 bis 2017 realisierte Ökostromkampagne wieder aufgegriffen werden.

Einige Maßnahmen im Verkehrssektor werden nur nachrichtlich benannt, da andere Instrumente zur Verfügung stehen (Strategieplan Mobilität und Verkehr oder Radverkehrsprogramm); d.h. erforderliche finanzielle Mittel für Radverkehr oder Carsharing werden über das energiepolitische Arbeitsprogramm bzw. den Aktionsplan nicht mehr angemeldet. Hier geht es zu den Internetseiten Verkehr in Oldenburg »

Weitere Projekte sowie abgeschlossene oder umgesetzte laufende Projekte aus vorherigen energiepolitischen Arbeitsprogrammen, zum Beispiel Abwasserwärmenutzung, das Energiesparprojekt abgedreht, Solarparks, Bioerdgas für VWG-Busse sehen Sie hier »

Die zum Teil sehr pauschalen Angaben zur CO2-Wirksamkeit von „Maßnahmenpaketen“ im integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept konnten mittlerweile in vielen Fällen durch eigene Annahmen und Berechnungen für die Einzelmaßnahmen erheblich verbessert und realitätsnäher abgebildet werden. Das Zwischenergebnis für 2019 betrug rund 56.000 Tonnen.

Nach aktuellem Treibhausgasbericht 1990-2015 » ergibt sich von 1990 bis 2015 gesamtstädtisch für alle Sektoren (Haushalte, Unternehmen, Verkehr und Verwaltung) eine Reduktion von 98.000 Tonnen (-8 Prozent) CO2-eq (CO2-Äquivalente). Darin enthalten ist jedoch ein nicht zu beziffernder Anteil, der nicht aus eigener Kraft  erreicht wurde (Ohnehin-Effekte). Einschließlich der „Ohnehin-Effekte“ (angenommen mit 190.000 Tonnen) schätzt das InEKK das realistische Reduktionspotenzial 1990-2020 auf 288.000 Tonnen (-23,6 Prozent) CO2 (oder CO2-eq). Die seit Ratsbeschluss 2012 bis 2015 erreichte Reduktion von 96.000 Tonnen entspricht einer Zielerreichung von circa 33,3 Prozent.