Klimawandel und Klimaszenarien

Aktuelle Modellrechnungen zufolge ist in Niedersachsen bis zum Jahr 2100 ein Anstieg der Durchschnittstemperatur um circa drei Grad Celsius zu erwarten. Der Temperaturanstieg wird sich dabei besonders in der letzten Periode von 2071 bis 2100 beschleunigen.
„Der Klimawandel stellt für nahezu jeden von uns eine große Herausforderung dar. Sei es beispielsweise für Sie in Form vermehrt auftretender Tage mit Hitzebelastung oder für den Landwirt und die Landwirtin in Form häufiger vorkommender extremer Witterungsereignisse." Dr. Paul Becker Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes/Nationaler Klimareport
Der Nationale Klimareport fasst das bekannte Wissen über das Klima von gestern, heute und morgen in Deutschland kurz und knapp zusammen. Hier geht es zum Download » (PDF, 8 MB) Klimaszenarien und Anpassungsstrategien für Niedersachen finden Sie auch auf den Seiten des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz »

Starkregengefahrenkarte für Oldenburg

In der Vergangenheit haben auftretende Starkregenereignisse in Oldenburg zu nennenswerten Überflutungen geführt. Der OOWV hat daher in Kooperation mit der Stadt Oldenburg Starkregengefahrenkarten erstellen lassen. Diese zeigen die Überflutungsgefahr in Folge von unterschiedlich intensiven Starkregenereignissen für die Stadt Oldenburg. Hier geht es Starkregengefahrenkarte »

Klimareport Niedersachsen

Als alarmierend hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies die Ergebnisse des „Klimareports Niedersachsen" bezeichnet. Der Bericht des Deutschen Wetterdienstes und des Umweltministeriums gibt einen Überblick über die Klimaentwicklung in Niedersachsen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Demnach ist das Jahresmittel der Temperatur in Niedersachsen um 1,5 Grad gestiegen. Die jährliche Anzahl der Sommertage nimmt zu (plus 16 Tage seit 1951), die Frosttage nehmen ab (minus 23 Tage seit 1951). Bei einem „Weiter-wie-bisher-Szenario" steigt die Temperatur voraussichtlich bis 2050 um insgesamt drei Grad und bis 2100 um fünf Grad. Hier geht es zum Klimareport Niedersachsen »

Klimaanpassung und Gründächer

Die bereits vor Jahrzehnten vom Naturschutz proklamierte Dachbegrünung gewinnt heute im Zusammenhang mit Stadtklima und Klimaanpassung eine neue Bedeutung. Mit einer erhebliche Zunahme der Bodenversiegelung gehen zahlreiche Probleme einher: Neben dem Verlust von pflanzlichen und tierischen Lebensräumen ergeben sich negative Auswirkungen auf das Stadtklima (zum Beispiel verstärkte sommerliche Aufheizung, verringerte Staubbindung und Luftfeuchtigkeit) und damit direkt auch für die Wohnbevölkerung. Darüber hinaus wird die Versickerung und Rückhaltung von Niederschlagswasser verhindert, wodurch sich besonders bei zunehmenden Starkregenereignissen Überlastungen der Stadtentwässerungssysteme mit örtlichen Überschwemmungen und erheblichen Sachschäden ergeben. Dachbegrünungen können dazu beitragen, diese Probleme zu verringern. Sie können im Jahresmittel eine Wasserrückhaltung von 40 bis 60 Prozent leisten, Intensivbegrünungen sogar bis über 90 Prozent (aus: FFL-Dachbegrünungsrichtlinie). Dadurch lassen sich entsprechende Kosten für die Einleitung von Niederschlagswasser in die Kanalisation sparen und eine erhebliche Verlängerung der Lebensdauer der Dachhaut erreichen. Das erforderliche Volumen von Rückhalteanlagen wird verringert; Wärmedämmung und Hitzeabschirmung werden erhöht, das Stadtklima durch Verdunstung und Staubbindung positiv beeinflusst, und so weiter.

Förderprogramm Dachbegrünung

Die Stadt Oldenburg setzt sich noch mehr für Umwelt-und Klimaschutz ein: Mit einem neuen Programm soll nun die Anlage von Dachbegrünungen neuer und bestehender Dächer gesteigert werden. Grüne Dächer tragen zu einem lebenswerten städtischen Wohnumfeld bei. Sie speichern Regenwasser und entlasten die Kanalisation bei starken Regenfällen. Zudem gleichen die Dächer warme Temperaturen aus und verhindern so das sommerliche Aufheizen der Gebäude.

Mehr grüne Dächer über Oldenburg

Ziel des „Förderprogramms Dachbegrünung“ ist es, zu einer höheren Verbreitung der Begrünung von Dachflächen beizutragen. Eigentümerinnen und Eigentümer, Wohnungsgenossenschaften sowie Baugemeinschaften werden bei ihrer Dachbegrünung mit einer Fördersumme unterstützt. Gefördert werden extensive bis intensive Dachbegrünungen ab zehn Quadratmeter zusammenhängende Fläche. Ein Fachbetrieb muss diese Begrünungen anlegen. Dachbegrünungen, die verpflichtend angelegt werden müssen, werden nicht gefördert.

Über die Förderung

Die Förderung übernimmt 30 Prozent der gesamten Durchführungskosten, maximal aber 25 Euro pro Quadratmeter. Die Kosten für die Planung der Statik werden mit bis zu 300 Euro bezuschusst. Die maximale Fördersumme je Antrag beträgt 10.000 Euro. Eine Kumulation mit anderen Förderprogrammen ist grundsätzlich möglich.

Fragen und Informationen

Weitere Fragen zum Förderprogramm Dachbegrünung beantwortet Björn Helmich unter Telefon 235-2255 oder per E-Mail unter bjoern.helmich(at)stadt-oldenburg.de.

Weiterführende Dokumente

Gründächer in Oldenburg

Ein besonders positives Beispiel in Oldenburg ist das 5.600 Quadratmeter große Sedum-Moosdach auf den Betriebsgebäuden der Verkehr und Wasser GmbH (VWG), das bereits 1996 angelegt wurde und nach dortigen Angaben „bis heute unverändert absolut pflegeleicht" ist.

Sehr beispielhaft ist auch die Begrünung der Hauptzentrale der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) auf einer Fläche von ca. 2.400 Quadratmeter. Die Landessparkasse führt Dachbegrünungen, soweit es umsetzbar, auch bei ihren Filialen in Stadt und Region durch.

Weitere Projekte sind der Wohnpark Wechloyer Tor (circa 800 Quadratmeter), sowie das Neubaugebiet „Wohnen am Küstenkanal“ (alle Gebäudedächer mit weniger als 15 Grad Neigung).

Wasserspeicher unter Pflaster

Im Bereich des Klingenbergplatzes in Oldenburg-Kreyenbrück hat der Oldenburgisch Ostfriesische Wasserverband (OOWV) eine innovative Systemlösung realisiert, um bei Starkregen die Kanalisation zu entlasten und Überschwemmungen wirkungsvoll zu begegnen.
Unterhalb der gepflasterten und mit befahrbaren Platzfläche wurden zwei Rückhalteanlagen auf einer Fläche von zusammen 185 Quadratmetern in 1,8 Metern Tiefe eingebaut. Die beiden insgesamt 110 Kubikmeter umfassenden 60 mal 60 mal 60 Zentimeter großen Kunststoff-Sickerwürfel bilden einen engmaschig vernetzte Pufferspeicher.

Oldenburger Gründachkataster

In Kooperation mit dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) hat die Stadt Oldenburg ein Gründachkataster erstellt. Hier geht es zum Gründachkataster »