Raupenlarven auf Gelände einer Grundschule

Erster Prozessionsspinner-Befall in Oldenburg

Auch die Stadt Oldenburg hatte den ersten Befall mit dem Eichenprozessionsspinner zu vermelden: Larven der Raupen wurden am 15. Juni 2020 an einer freistehenden Eiche auf dem Gelände der Grundschule Krusenbusch entdeckt. Da die Brennhaare der Raupen dieses Schmetterlings bei Menschen Gesundheitsbeschwerden auslösen können, wurden Teile des Schulhofes und des Spielplatzes der Grundschule vom Hausmeister sofort weiträumig abgesperrt. Die Stadt Oldenburg hat umgehend ein Fachunternehmen mit der Bekämpfung des Schädlings beauftragt. Die Arbeiten wurden am Dienstag, 16. Juni, ausgeführt. Es wurde eine mechanische Bekämpfung per Industriesauger vorgenommen.

Obwohl es sich nur um wenige Larven handelte, die sich im unteren Stammbereich der Eiche befanden, haben die Fachleute auch die Baumkrone auf weitere Nester untersucht. Dadurch werden gegebenenfalls weitere Vorkommen bekämpft, informiert Uwe Ahlers, Leiter des Fachdienstes Stadtgrünpflege.

Über den Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist eine in Deutschland heimische Schmetterlingsart. Sie hat sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt. Der Schmetterling ist eigentlich ein Pflanzenschädling, der befallene Eichen komplett kahl fressen kann. Die Raupen bewegen sich von ihrem Nest jeden Morgen in einer „Prozession“ zu den jungen Blättern und Trieben. Für Mensch und Tier schädlich sind die Brennhaare der Raupe, die starken Juckreiz auslösen oder auch die Atemwege reizen können. Es gilt grundsätzlich: Abstand halten und nicht berühren.
Hier finden Sie ausführliche Informationen rund um den Eichenprozessionsspinner »

Verdachtsfälle bitte melden

Bei Verdacht auf Eichenprozessionsspinner-Vorkommen bittet die Stadt um Hinweise unter folgenden Rufnummern:

  • 0441 235-4444 (ServiceCenter)
  • 0441 235-2777 (Umwelttelefon)
  • 0441 235-2514 (Fachdienst Stadtgrünpflege und Friedhöfe)