Lärmkartierungen und Lärmaktionsplan der Stadt Oldenburg

Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sind nach den Regelungen des deutschen Immissionsschutzrechts und der europäischen Umgebungslärmrichtlinie verpflichtet, eine Lärmkartierung vorzunehmen und eine darauf aufbauende Lärmaktionsplanung mit Information und Beteiligung der Öffentlichkeit durchzuführen.

Die Stadtverwaltung hat entsprechend der gesetzlichen Zuständigkeitsregelung die Kartierung des Straßenverkehrslärms sowie des Gewerbelärms bestimmter Anlagen vorgenommen und auf der Grundlage der erstellten Lärmkarten im Sommer 2014 einen Entwurf eines Lärmaktionsplans vorgelegt. Nach einem Beteiligungsprozess, bei dem die Öffentlichkeit die Gelegenheit hatte, sich mit den Planinhalten zu befassen und Stellungnahmen abzugeben, wurde der Planentwurf überarbeitet und den politischen Gremien zur Diskussion zur Verfügung gestellt. Nach umfassenden Beratungen und damit einhergehenden inhaltlichen Änderungen des Planentwurfs wurde der Lärmaktionsplan Oldenburg in der Ratssitzung im Dezember 2015 beschlossen. Der Plan benennt Maßnahmen zur Reduzierung des Straßenverkehrslärms, bzw. der vom Straßenverkehr verursachten Lärmbeeinträchtigungen.

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Kartierungsergebnisse für Straßenverkehrslärm:
Die Lärmkartierung erfolgte auf der Grundlage der sogenannten „Vorläufigen Berechnungsmethoden für Umgebungslärm an Straßen (VBUS)“.

Kartierungsergebnisse für Gewerbe- und Industrielärm:
Die Lärmkartierung erfolgte auf der Grundlage der sogenannten „Vorläufigen Berechnungsmethoden für Umgebungslärm durch Industrie und Gwerbe (VBUI)“. Es wurden ausschließlich sogenannte IVU-Anlagen kartiert, das heißt Betriebe, die unter den Geltungsbereich der EU-Richtlinie 2008/1 EG über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung fallen.

Überprüfung der Kartierungsergebnisse:

Nach den gesetzlichen Bestimmungen (§ 47c Bundesimmissionsschutzgesetz- BImSchG) werden die Lärmkarten mindestens alle fünf Jahre nach dem Zeitpunkt Ihrer Erstellung überprüft und bei Bedarf überarbeitet. Die vorgenommene Prüfung kommt dabei zu dem Resultat, dass zurzeit keine neue Kartierung vorgenommen werden muss und keine Aktualisierung des Lärmaktionsplans notwendig ist. Nach einer Beteiligung der Öffentlichkeit und der Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen wurde das Prüfungsergebnis in den Sitzungen des Ausschusses für Stadtgrün, Umwelt- und Klimaschutz sowie des Verwaltungsausschusses im Februar 2020 bestätigt.

Schienenverkehrslärm

Lärmkartierung des Eisenbahnbundesamtes (EBA):

Den geltenden Regelungen entsprechend ist die Lärmkartierung für Schienenwege von Eisenbahnen des Bundes vom Eisenbahnbundesamt vorzunehmen. Die Ergebnisse der aktuellen Lärmkartierung können in folgendem Kartendienst betrachtet werden: laermkartierung1.eisenbahn-bundesamt.de »

Lärmaktionsplan des Eisenbahnbundesamtes (EBA):

Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Lärmaktionsplan Teil A und Teil B der Runde 3 veröffentlicht. Beide Teile ergeben zusammen den vollständigen Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes 2017/2018. Die Dokumente können ebenso wie der Pilot-Lärmaktionsplan (2015/2016) über die Links auf der Internetseite www.eba.bund.de » heruntergeladen werden.