Teilkonzept Modal Split

Forschungsprojekt „Mobilität in Städten“

Haushaltsbefragung in Oldenburg

Die Erforschung der alltäglichen Mobilität in Oldenburg ist Gegenstand einer Haushaltsbefragung, die von der Technischen Universität Dresden durchgeführt wird. Diese Befragung ist Teil des Forschungsprojektes „Mobilität in Städten – SrV 2023“, das in mehr als 500 deutschen Städten und Gemeinden zeitgleich läuft.

Die Ergebnisse werden in das Teilkonzept Modal Split Untersuchung des Mobilitätsplans Oldenburg 2030 einfließen.

Mobilität im Alltag

Die Befragung richtet sich an Bürgerinnen und Bürger aus allen Bevölkerungsschichten. Es geht unter anderem darum, ob und mit welchen Verkehrsmitteln sie im Alltag unterwegs sind und welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden. Da die Voraussetzungen für die Mobilität individuell sehr unterschiedlich sein können, wird beispielsweise auch nach Führerscheinbesitz, Erreichbarkeit von Haltestellen und dem Zeitaufwand für die täglichen Wege gefragt. Auch Personen, die nur selten unterwegs sind, werden ausdrücklich zur Mitwirkung aufgerufen, da das Verkehrsverhalten der gesamten Wohnbevölkerung erfasst werden soll.

„Wir bitten alle ausgewählten Haushalte, sich an der Befragung zu beteiligen. Jeder Haushalt steht stellvertretend für einen Teil der gesamten Bevölkerung und wird deshalb gebraucht. Nur durch die aktive Mitwirkung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger können repräsentative Daten gewonnen werden, die für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung unerlässlich sind“, betont Dr. Norbert Korallus, Leiter des Amtes für Klimaschutz und Mobilität der Stadt Oldenburg. „Allen Teilnehmenden sei schon jetzt für ihre Mitwirkung herzlich gedankt.“

Teilnahme an der Befragung

Die Befragung hat im Januar 2023 begonnen und läuft über zwölf Monate. Die Adressen der ausgewählten Haushalte wurden per Zufallsverfahren aus dem Melderegister gezogen. Insgesamt 20.000 Oldenburger Haushalte erhalten ein Ankündigungsschreiben, das über die Befragung informiert und um Mitwirkung bittet. Die Teilnehmenden können die Fragen dann flexibel über einen Online-Zugang im Internet beantworten, alternativ stehen aber auch eine Telefonhotline und ein Webchat zur Verfügung. Die Teilnahme an der Erhebung ist freiwillig und die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes gemäß Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist gewährleistet.

Die anonymisierte Auswertung der erhobenen Daten liefert ein differenziertes Bild der jeweils stadt- oder gemeindespezifischen Mobilität. Ein zusätzlicher Nutzen entsteht durch den Vergleich mit Städten oder Gemeinden ähnlicher Größenordnung. Die große Gesamtstichprobe von mehr als 270.000 Personen ermöglicht auch Erkenntnisse zu stadtübergreifenden Trends, die für die Verkehrsplanung und -politik bedeutsam sind. Hierzu gehört die Entwicklung der Verkehrsmittelwahl, die in der Diskussion um klima- oder auch pandemiebedingte Änderungen der Mobilität eine große Rolle spielt. Analysiert werden aber auch die allgemeine Nutzung von Carsharing-Angeboten und Elektrofahrrädern sowie die Mobilität von Kindern, Jugendlichen und Seniorinnen und Senioren.

Das Forschungsprojekt

Mit der Durchführung der Erhebung hat die TU Dresden das Leipziger Institut O.trend GmbH beauftragt. Dort werden alle Daten erfasst, anonymisiert und zur Auswertung an die TU Dresden übergeben. Das als „System repräsentativer Verkehrsbefragungen“ (SrV) konzipierte Projekt wurde an der TU Dresden bereits 1972 begründet.

Weiterführende Informationen sind auf der Webseite der TU Dresden » zu finden. Für die angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger steht unter der Telefonnummer 0800 830 1 830 ein kostenloses Infotelefon zur Verfügung.

Zuletzt geändert am 26. Januar 2023