Fahrradstraßen

Ein weiteres Instrument, um das Radfahren auf der Fahrbahn besonders attraktiv zu gestalten, sind Fahrradstraßen. Fahrradstraßen sind primär für Radfahrende da. Weitere Verkehrsteilnehmende werden erst durch Zusatzschilder zugelassen. Folgendes gilt:

  • Nebeneinander fahren von Radfahrenden ist ausdrücklich erlaubt.
  • Fahrräder geben das Tempo vor. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt für alle Verkehrsteilnehmenden 30 Stundenkilometer.
  • Der Radverkehr spielt die erste Geige und weitere Verkehrsteilnehmende müssen besondere Rücksicht nehmen.

In Oldenburg sind folgende Straßen/Straßenzüge Fahrradstraßen:

  • Haareneschstraße-Katharinenstraße
  • Haarenufer
  • Huntestraße (zwischen Nikolausstraße und Stautorkreisel)
  • Quellenweg

Roter Markierungstreifen als Kennzeichnung

Quellenweg ist vierte Fahrradstraße

Tempo 30 für Autos, Fahrräder haben Vorrang – das gilt seit Mitte November 2022 auf dem Quellenweg. Die Stadt hat hier Oldenburgs vierte Fahrradstraße eingerichtet und setzt damit einen im März 2022 gefassten Ratsbeschluss um. Die Fahrradstraße soll durch eine entsprechende Beschilderung, Fahrrad-Piktogramme auf der Fahrbahn sowie durch eine rote Markierung, die auf ganzer Länge entlang des Straßenrandes aufgebracht wird, gekennzeichnet werden. Ausnahmen sind die Knotenpunkte Uhlhornsweg und Haarenfeld, an denen die Fahrradstraße unterbrochen wird. Die Randmarkierung, die als Schmalstrich angeordnet wird, soll verdeutlichen, dass die Verkehrsteilnehmenden besondere Rücksicht auf den Radverkehr zu nehmen haben und dass es hier Radfahrenden nach der Straßenverkehrsordnung ausdrücklich erlaubt ist, nebeneinander zu fahren. Nach diesem Muster sollen Fahrradstraßen in Oldenburg künftig einheitlich gestaltet werden. Die Gestaltung orientiert sich an Empfehlungen aus dem Rahmenplan Mobilität und Verkehr.

Parken wird eingeschränkt

Motorisierter Verkehr ist auf der Fahrradstraße über eine Zusatzbeschilderung „Anlieger frei“ zugelassen. Damit wird deutlich gemacht, dass Durchgangsverkehr verhindert beziehungsweise minimiert werden soll. Anwohnende dagegen können die Straße mit ihren Fahrzeugen nutzen und ihre Grundstücke erreichen. An einigen Stellen, an denen die erforderliche Fahrbahnbreite von 4 bis 4,50 Metern fehlt, ist es notwendig, das Parken im Seitenbereich einzuschränken. Dies wird von der Stadtverwaltung noch im Detail geprüft und gegebenenfalls angeordnet werden.

Ampelschaltung beschleunigt Radverkehr

Um den Radverkehr zu beschleunigen, wurde an der Kreuzung zum Uhlhornsweg zusätzlich die Lichtsignalanlage optimiert. Radfahrende im Quellenweg haben somit einen gut erreichbaren „Anforderungstaster“, mit dem sie eine Grünphase initiieren können. Außerdem hat die Ampel ein neues zusätzliches Signalprogramm bekommen, das automatisch bei Regen geschaltet wird und dem Rad- und Fußverkehr sofort grünes Licht einräumt. In diesem Signalprogramm wird der Radverkehr bereits in einer Entfernung von etwa 50 Metern von Detektoren auf dem Quellenweg erfasst, um eine zeitlich passende Grünfreigabe am Uhlhornsweg zu schalten. Ob auch an der Kreuzung zum Haarenfeld eine Vorrangsituation für den Radverkehr geschaffen werden kann, wird von der Stadtverwaltung noch geprüft.

Markierungsarbeiten dauern circa drei Tage

Die Markierungsarbeiten sind Mitte November 2022 gestartet und noch nicht abgeschlossen, da sie von den Wetterverhältnissen abhängig sind. Es wird weitgehend trockene Witterung benötigt. Im Verlauf der Arbeiten kann es kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen und zu Einschränkungen bei der Erreichbarkeit der Anliegergrundstücke kommen. Temporär müssen auch Halteverbote eingerichtet werden. Für den Rad- und Fußverkehr wird der Quellenweg während der gesamten Arbeitszeit passierbar bleiben. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, ist der Quellenweg als Fahrradstraße freigegeben.