Optimierung der Signalanlagen

Regensensor an Ampelanlagen

Wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist, für den sind, zumindest theoretisch, auch Wind und Regen kein Problem – die richtige Bekleidung vorausgesetzt. In der Praxis kann es aber durchaus unangenehm werden. Um den nicht-motorisierten Verkehr zu fördern und die Bedingungen bei schlechtem Wetter zu verbessern, werden Ampelanlagen in Oldenburg an Einmündungen mit neuer Technik ausgestattet. Der Clou ist ein besonderes Signalprogramm, das dem Rad- und Fußverkehr bei Regen und Schneefall schneller Grün gibt. Das Signalprogramm wird mit aktuellen Wetterdaten gespeist. Schon bei leichtem Regen schaltet sich das Programm automatisch ein und gibt Radfahrerinnen und Radfahrern sowie Fußgängerinnen und Fußgängern nach Anforderung des Signals sofort grünes Licht – unabhängig vom Kraftfahrzeug-Verkehr. Zudem wird der Radverkehr in diesem Signalprogramm bereits in einer Entfernung von etwa 50 Metern von Detektoren erfasst, um eine zeitlich passende Grünfreigabe zu schalten, so dass ein Queren fast ohne Halt möglich wird. Als erster Knotenpunkt wurde im November 2022 der Kreuzungsbereich Uhlhornsweg/Quellenweg mit einem Regensensor ausgestattet.

Radverkehrsabhängige Signalisierung

Ein weiterer Baustein ist, dass Radfahrende eine Grünphase initiieren können. Dies passiert entweder über einen gut erreichbaren „Anforderungstaster“ oder über eine automatische Erfassung mit Hilfe von Wärmebildkameras beziehungsweise Radarsensoren, so dass Wartende ebenfalls eine Grünphase auslösen können. Mit der automatischen Erfassung wird bei einem hohen Radverkehrsaufkommen gleichzeitig das „Grün“ um einige Sekunden verlängert.