Das war der 1. Oldenburger Jugendkongress

„Gestalten, austauschen, bewegen!“ – unter diesem Motto fand Anfang Februar 2018 der „1. Oldenburger Jugendkongress“ (JuKong) im Kulturzentrum PFL statt. Bürgermeisterin Christine Wolff eröffnete die zweitägige Veranstaltung. Sie lobte die teilnehmenden Jugendlichen für ihr Engagement, sich in den Zeugnisferien mit gesellschaftlichen, lokalen und globalen Themen auseinanderzusetzen: „Es geht um das, was Euch in Eurem Alltag wirklich bewegt.“

Neues Beteiligungsformat
Der Jugendkongress stellt für die Stadt Oldenburg eine neue Form der Jugendbeteiligung dar. Schon bei der Planung und Organisation waren Jugendliche direkt involviert: So wurden die Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendbüros bei der Programmgestaltung von einem Team junger Helferinnen und Helfer unterstützt, das sich zum größten Teil aus dem Pool der ehrenamtlichen Jugendleiterinnen und Jugendleiter zusammensetzte. Möglich geworden ist der Jugendkongress durch die finanzielle Unterstützung des Landespräventionsrats Niedersachsen.

Vielfältiges Programm

Workshops zu spannenden Themen
Workshops zu Themen, die den Jugendlichen am Herzen liegen, wurden gemeinsam entwickelt und ausgearbeitet. Die Teilnehmenden konnten bei ihrer Anmeldung auswählen, für welche Workshops sie sich interessieren. Besonderes Interesse fand im Vorfeld das Thema „Angstorte in Oldenburg“ – Simke Gerdes und Sebastian Eckert beleuchteten in diesem Workshop, an welchen Orten es sich in der Stadt „nicht gut anfühlt“ und wie dieser Zustand verbessert werden kann. Stark nachgefragt war auch der Workshop „Diskriminierung – was können wir tun?“, den Kevin Mennenga von der Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit gestaltete. Auch mit Problemen und Gefahren der Digitalisierung beschäftigte sich der Jugendkongress.

Markt der Imformationen und Spontantheater
Auch neben den Workshops war eine Menge los im PFL: Beim „Markt der Informationen“ stellten Jugendeinrichtungen und -organisationen ihre Arbeit und Schwerpunkte vor. Javed Rahimy (20) aus Afghanistan berichtete über seine Erfahrungen mit Flucht und dem Ankommen in Deutschland. Dass Mitbestimmung Spaß macht, zeigte eine Vorführung des Spontantheaters „Watt Ihr Wollt“. Eine Kleiderbörse und World-Cafés rundeten das Angebot ab. Am zweiten Tag endete der Kongress mit einer Podiumsdiskussion, bei der die Jugendlichen ihre Anliegen und Fragen zu den während des Kongresses behandelten Themen an die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik richten konnten. Nach der Debatte folgte eine Abschlussparty in der Freizeitstätte Bürgerfelde.

Ergebnisse im Überblick

Eine Übersicht mit allen erarbeiteten Ergebnissen des 1. Oldenburger Jugendkongresses gibt es hier (PDF) »