Horst-Janssen-Museum

„Hallo Mama, ich bin wieder zu Hause!“
„Hallo Mia. Wie war es denn in der Schule?“
„Mensch Mama, heute waren wir doch gar nicht in der Schule! Heute waren wir doch im Horst-Janssen-Museum, das hab ich dir doch erzählt. Und da hat es mir richtig gut gefallen!“
„Ach ja, entschuldige, das hab ich wirklich ganz vergessen. Aber Moment, sagtest du nicht, dass du darauf überhaupt keine Lust hast und dass das bestimmt langweilig wird?“
„Na ja, vielleicht. Aber das war ja auch bevor ich im Museum war. Jetzt find ich das gar nicht mehr. Wir konnten selbst echte Künstler sein und haben ganz tolle Sachen gedruckt. Und was der Horst Janssen erst alles gemacht hat. Teilweise ganz schön schräg. Da muss man sich manchmal echt Mühe geben und auch ein bisschen verdrehen, um da was erkennen zu können.“

„Nicht so schnell, Mia. Wie war das, IHR ward die Künstler? Ich dachte ihr seid dahin gegangen, um euch die Arbeiten von Horst Janssen anzuschauen?“
„Na das haben wir doch auch, hab ich doch gesagt. Am besten ich erzähl es dir von Anfang an. Also: Erstmal sind wir mit dem Bus zum Lappan gefahren und von dort ins Museum gelaufen. Das sieht ja von außen wie eine riesige Torte aus und trotzdem ist es mir vorher noch nie so wirklich aufgefallen. Jedenfalls wurden wir im Museum ganz nett von Herrn Feldmann empfangen. Das ist der Museumspädagoge, aber eigentlich ist er ja selbst auch ein richtiger Künstler. Er hat uns zuerst in einen Ausstellungsraum geführt und uns dort etwas über Horst Janssen erzählt. Wusstest du eigentlich, dass er Horst Janssen zwar nicht in Oldenburg geboren aber doch den größten Teil seiner Kindheit hier verbracht hat? Und außerdem haben sich seine Mutter und seine Großeltern um ihn gekümmert und mit vierzehn, nach deren Tod, ist er bei seiner Tante aufgewachsen. Vielleicht ist er dadurch manchmal ziemlich traurig gewesen, zumindest wirken einige seiner Werke so.“

„Das kann schon sein. Du darfst nur nicht vergessen, dass Kunst bei jedem anders wirken kann.“
„Ja Mama, das stimmt, das haben wir auch gemerkt. Er hat auch echt lustige Sachen gemacht, zum Beispiel eine Katze in blau. Und was das Beste daran ist, auf der Rückseite der Druckplatte gibt es noch ein anderes Motiv. Aber das verrat ich dir nicht. Schließlich mussten wir uns alle auf den Boden legen, um das zu erkennen. Das solltest du ruhig auch mal machen.“
„Na, wenn du meinst! Aber wie war das denn nun mit euren Kunstwerken?“

„Genau, nach der Führung durften wir mal selbst Künstler sein und drucken wie Horst Janssen. Herr Feldmann hat uns nämlich genau gezeigt wie das geht.“ „Das scheint dir ja wirklich gut gefallen zu haben. Wo hast du denn dein Bild? Darf ich es sehen?“
„Aber Mama, ich bin doch jetzt eine Künstlerin. Das hängt natürlich im Museum. Da gibt es sogar eine Ausstellungsfläche für uns kleinere Künstler. Mama, können wir da nicht mal zusammen hingehen? Dann zeig ich dir auch, wie das Drucken geht und was auf der anderen Seite der Druckplatte drauf ist.“
„Klar können wir das. Gern sogar. Ich muss nämlich zugeben, dass ich selbst noch nicht dort war. Zum Glück hab ich jetzt eine Expertin dabei, die mich herumführen kann.“ „Oh ja, gleich an diesem Wochenende?“
„Weißt du denn überhaupt die Öffnungszeiten?“
„Nein, Mama. So genau auch nicht. Aber da kannst du mal im Internet schauen: www.horst-janssen-museum.de ». Darf ich dann Max auch Bescheid sagen, wenn wir dorthin gehen? Der war heute gar nicht da, weil er mit einer Erkältung im Bett bleiben musste.“
„In Ordnung. Und Papa nehmen wir auch noch mit. Ein bisschen Kunst kann ihm auch nicht schaden.“

Die Adresse:

Horst-Janssen-Museum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
Telefon: 0441 235-2891
E-Mail: info(at)horst-janssen-museum.de