Das Stadtmuseum

Max: „Mensch Mia, letzte Woche war es richtig schön im Stadtmuseum. Da knarrte der Boden in den alten Zimmern und es roch alt. So richtig wie es im Museum sein sollte.“
Mia: „Ja Max, aber da war doch noch viel mehr als nur der Geruch und die alten Zimmer. Man kann sich da auch tolle Sachen anschauen. Zum Beispiel ein Bild von Bernhard Winter. Der Künstler Bernhard Winter lebte von 1871-1964. Das ist ganz schön lange her und trotzdem hängt im Stadtmuseum ein Selbstbildnis von ihm. Ein Selbstbildnis – so wurde mir das im Museum erklärt – ist ein Bild, das der Künstler von sich selbst gemalt hat. Außerdem malte er Bilder vom bäuerlichen Leben. Die Kleidung und Details malte er absichtlich so, dass das Geschehen in die alte Zeit verlegt wurde. Sie wurde als gut angesehen. Es gab im Museum auch tolle Figuren aus Bronze zu sehen, ganz viele Bilder und alte Möbelstücke und Vasen. Man konnte im Stadtmuseum sogar altes Handwerkszeug sehen. Da gab es einen alten Webstuhl und Handwerkzeuge, die zur Bearbeitung von Flachs dienten.“
„Stimmt Mia, da gab es wirklich viel altes Zeug zu sehen. So konnte man sich vorstellen, wie das Leben früher war. Kannst du dich noch erinnern? Da gab es sogar Spielzeug von früher. Ein Puppenhaus und einen Kaufmannsladen konnte man sich anschauen.“
„Oh ja Max, zu sehen, wie die Kinder früher gespielt haben, das war spannend. Heute werden ja eher Computerspiele gespielt.“

Max: „Interessant fand ich auch zu sehen, wie Oldenburg früher aussah. Da konnte man sich immer wieder große Modelle der Stadt anschauen. Da konnte man sehen, wie sie früher aussah und wie sie sich in der Zeit entwickelt hat. Man kann sich die Stadtgeschichte vom 9. bis zum 19. Jahrhundert anschauen. Und da ist so einiges passiert!“
Mia: „Und es gibt im Stadtmuseum spezielle Räume. Zum Beispiel den Raum der frühen Besiedlung. Das war um 800. Das ist so lange her, man muss sich das mal vorstellen. Wir haben nun 2009, also 1209 Jahre ist das her. So alt kann kein Mensch werden! Und es gibt einen Raum der Stadt und des Rechts. Da kann man sich die Entwicklung vom Siegel bis zum Wappen anschauen. So etwas gibt es doch heute auch nicht überall zu sehen. Aber das Richtschwert fand ich in diesem Raum besonders toll.“ Max: „Ja, das Schwert und die alten Funde, die man im Raum des Landesherrn und des Gewerbefleißes sehen konnte: alte Steine, Scherben und Knochen. Es gab auch noch einen Raum für Militär. Das war auch toll, die alten Helme und Waffen zu sehen.“

Mia: „Max, wir haben etwas Wichtiges vergessen! Den Brand, den es in der Stadt gab! Das wusste ich vorher gar nicht. Jedenfalls schlugen am 6. August 1676 drei Blitze in die Mitte der Stadt ein. Weit mehr als die Hälfte der Gebäude wurde dadurch zerstört und erst 100 Jahre später hatte sich alles erholt. Im Museum kann man die Brandschichten genau an der Wand sehen. Es gibt auch einen Stadtplan, in dem man sehen kann, was alles gebrannt hat.“

Max: „Ach, im Stadtmuseum kann man so einiges entdecken: die Stadtgeschichte, Bilder von Bernhard Winter und Theodor Francksen.“ Mia: „Theodor wer?“ Max: „Na, Theodor Francksen. Er hat in Oldenburg gelebt und war ein deutscher Sammler und Stifter des Stadtmuseums. Das Grundstück des Stadtmuseums gehörte früher Theodor Francksen. Ein paar Zimmer sind noch so erhalten, wie Theodor Francksen sie hinterlassen hat.“ Mia: „Mensch Max, das habe ich total verpasst. Wir müssen wohl ein zweites Mal ins Stadtmuseum, damit ich mir die Zimmer noch mal anschauen kann, in denen Theodor gelebt hat. Bisher habe ich nur auf die Bilder geachtet.“

Die Adresse:

Stadtmuseum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
Telefon: 0441 235-2881
www.stadtmuseum-oldenburg.de