Jugend forscht

Max, Mia und ihre Freundin Lena sitzen bei Mia im Garten. Sie haben von ihrer Klassenlehrerin die Hausaufgabe bekommen sich ein Thema auszudenken, zu dem man gut experimentieren oder forschen kann. „Das ist gar nicht mal so einfach“, denkt Max laut vor sich hin. „Ja, ich dachte das würden wir viel schneller hinbekommen“, stimmt Mia zu. „Nein“, sagt Lena, „ich habe mir schon gedacht, dass es nicht so leicht sein wird. Mein Bruder Lukas macht bei „Jugend forscht“ mit und da muss er sich auch immer Themen zum Forschen und Experimentieren einfallen lassen. Und das dauert, manchmal sogar ein paar Wochen.“ „Das ist ja interessant. Was passiert denn, wenn er ein gutes Thema gefunden hat?“, fragt Mia. „Nun, er hat mir das einmal alles erklärt. Ist eigentlich gar nicht kompliziert, aber es steckt ziemlich viel Arbeit dahinter“, berichtet Lena. „Bekommt man denn auch etwas dafür, wenn man dort mitmacht?“, fragt Max ganz begeistert. „Ja“, antwortet Lena, „aber am besten werdet ihr es verstehen, wenn ich am Anfang beginne und euch den Ablauf erzähle.“

Max und Mia machen es sich bequem und wenden sich Lena zu. „Zu allererst muss sich Lukas immer ein Thema überlegen. Manchmal hatte er aber einfach keine Ideen und geht dann zu einem Betreuungslehrer, der ihm bei seiner Wahl weiterhilft. Wenn man ein aufregendes Forschungsprojekt findet, hat man auch richtig große Lust zu experimentieren. Wenn man sich also für ein Thema entschieden hat, meldet man sich Ende November beim Wettbewerb an. Als nächstes wird dieses dann einem bestimmten Fachgebiet zugeordnet. Es gibt insgesamt sieben Gebiete: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Physik, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik und Technik.“ „Das ist ja toll. Dann kann man über viele verschiedene Themen forschen. Das ist gerecht, denn so können Kinder mit unterschiedlichen Interessen daran teilnehmen“, stellt Max begeistert fest. „Genau“, sagt Lena, „nachdem man sein Thema also hat, beginnt man mit der Arbeit. Man macht Experimente, forscht und liest Bücher, um möglichst viele Informationen über sein Thema zu bekommen. Nebenbei fertigt man auch eine schriftliche Arbeit an, die dann spätestens Mitte Januar abgegeben werden muss, damit man beim Wettbewerb auch wirklich teilnehmen kann.“ „Da fühlt man sich dann bestimmt wie ein richtiger Wissenschaftler“, stellt Mia fest. „Bestimmt!“, sagt Max. „Man muss dann ja alles erklären und beweisen können, wenn man solche Experimente durchführt.“ „Ich weiß, dass Lukas sich immer richtig gefreut hat, wenn er seine schriftliche Arbeit endlich fertig hatte und sie dann zum Wettbewerbsleiter abschicken konnte. Nachdem man diese Arbeit abgeschickt hat, muss man Plakate für den Ausstellungsstand machen. Es werden Ergebnisse und Versuche auf großen Blättern ausgedruckt. Diese bringt man dann an seinem Stand an, um sein Projekt zu präsentieren. Im Februar oder März muss man seine Arbeit den Juroren dann vorstellen.“ „Ich wäre ganz schön nervös!“, sagt Mia.

„Ja“, sagt Lena, „Lukas meint, er ist jedes mal ganz aufgeregt. Aber wenn man seine ganze Arbeit dann noch mal vorgestellt hat, ist der größte Teil schon geschafft. Danach dürfen Eltern, Verwandte und andere Interessierte kommen und sich die vielen Forschungsergebnisse anschauen.“ „Und wie viele melden sich so im Jahr an?“, fragt Max. „Lukas hat gehört, dass sich über 10.000 Personen anmelden“, antwortet Lena. „Das sind aber ganz schön viele“, sagt Mia erstaunt, „Jugend forscht findet aber nicht nur in Niedersachsen, sondern auch in allen anderen Bundesländern statt, oder?“ „Genau“, sagt Lena, „es gibt ziemlich viele Teilnehmer und oft hat die Konkurrenz auch richtig gute Themen. Zum Schluss folgt dann die Siegerehrung. Aus jedem Fachgebiet werden drei Sieger gewählt.“ „Das ist bestimmt der aufregendste Teil, wenn man ganz gespannt wartet, ob man mit seinem Thema gewonnen hat“, überlegt Mia. „Es wäre mal interessant, das selbst mitzuerleben. Ich glaube, wenn ich so alt bin wie Lukas, dann werde ich auch bei Jugend forscht teilnehmen“, sagt Max begeistert. „Aber du kannst auch jetzt teilnehmen. Kinder bis 14 Jahre können sich bei „Schüler experimentieren“ bewerben. Wenn man älter als 14 ist, dann macht man dann bei „Jugend forscht“ mit.“, erzählt Lena. „Das ist ja toll, dann können wir ja jetzt auch schon mitmachen“, sagt Max begeistert. „Ja“, lacht Mia, „aber zuerst sollten wir ein Thema finden und bis dahin können wir uns ja im Internet noch weiter informieren.“Somit grübeln die Freunde weiter über ein passendes und spannendes Thema.

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