Der Graf hat's erfunden: Kramermarkt

Den größten Rummel in Oldenburg gibt es, wenn im Herbst auf dem großen Platz an der Weser-Ems Halle die Zelte, Buden und Karussells aufgebaut werden. Dann wissen alle: Jetzt geht der Kramermarkt los! Dort gibt es süßes Eis und salzige Pommes (mit und ohne Ketchup und Mayo) und es riecht nach gebrannten Mandeln und Zuckerwatte. Das macht schon gute Laune, wenn du mit deiner Familie oder deinen Freunden über den Rummel bummelst. Noch lustiger wird's, wenn ihr euch in die Fahrgeschäfte traut: Riesenrad gehört dazu, Autoscooter, Kettenkarussell, Geisterbahn für die Mutigen und jedes Jahr ein paar Überraschungen. Und weil Oldenburg nicht in Spanien liegt, kann es im Herbst auch mal ein bißchen regnen. Das Schöne ist: Das stört hier keinen. Jedes Jahr kommen so viele Besucher, dass die in kein Fußballstadion passen würden (und die sind groß). Nicht mal in 10 Stadien. Es sind nämlich über 1,5 Millionen Besucher.

Wo kommt der Kramermarkt her?

Den Kramermarkt gibt es übrigens seit 1608. Damals hat sich Graf Anton Günther - genau der, den du von diesen Internetseiten kennst - gesagt, dass es klug wäre, sich feste Regeln für einen Markt zu überlegen. Dann macht nicht mehr jeder Verkäufer, was er will  und wann er will, sondern für alle gelten die gleichen Regeln. Heute entscheidet so etwas nicht mehr einer alleine, aber der Graf konnte in seinem Land damals die Gesetze machen. Und bei dieser Gelegenheit hat er das Treffen der Kaufleute, Landwirte und der Marktbesucher geregelt. Und seitdem gibt es den Kramermarkt ganz offiziell. Und deshalb ist der fröhliche Graf Anton Günther mit seinem lachenden Pferd auch auf den Plakaten, die für den Kramermarkt überall aufgehängt werden. Damit auch alle wissen, dass es bald Kettenkarussell und Zuckerwatte gibt.

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