Hof Apotheke

Mia schlendert fröhlich durch die Oldenburger Innenstadt, als plötzlich jemand ihren Namen ruft. „Mia, Mia, warte mal.“ „Oh, hallo Max. Was machst du denn hier?“ „Ich habe gerade für meine Mutter etwas gegen ihre Erkältung aus der Hof Apotheke besorgt. Du glaubst ja gar nicht, was ich dort alles erlebt und über die älteste Apotheke in Oldenburg erfahren habe“, erzählt Max begeistert.
„Aha, was war das denn?“ „Komm mit, ich zeig sie dir und erzähl dir unterwegs alles.“

Max und Mia haben noch einen langen Weg von der Lambertikirche bis zur Hof Apotheke. Max nutzt die Zeit und erklärt ihr, dass die Hof Apotheke 1620 gegründet wurde und seitdem alle Höfe der Fürsten in Oldenburg mit Medikamenten versorgt hatte. Daher kommt auch der Name der Apotheke. Und seit 1767 ist sie in dem noch heute erhaltenen Gebäude zu finden.
„Wahnsinn, so ein altes Gebäude! Über 240 Jahre alt – das kann ich mir gar nicht vorstellen“, kommentiert Mia erstaunt. „Da haben ja noch nicht einmal mehr unsere Urururgroßeltern gelebt.“
„Weißt du denn auch, ob das Gebäude schon da war, bevor die Apotheke eingezogen ist?“

„Ja, war es. 1677 wurde das Gebäude erbaut. Also war es schon über 100 Jahre alt, bevor es zur Apotheke wurde. Der Stadtkämmerer Jacob Brunken hatte das Haus errichten lassen.“
„Was ist denn ein Stadtkämmerer?“
„Das sind die Leiter der städtischen Finanzverwaltung.“ „Woher weißt du das alles?“, fragt Mia verdutzt. „Ich war neugierig und hab alles bei der Apotheke nachgefragt. Wusstest du, dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht? Es darf also nicht abgerissen werden.“

„Und wer leitet so eine Apotheke?“
„Das macht ein Apotheker. Die Hof Apotheke wurde mehrere Generationen lang von der Familie Dugend geleitet. Das war in der Zeit von 1781 bis 1865. Seit 2002 leitet der Inhaber Hendrik Schüller die Hof Apotheke. Ich habe mir in der Hof Apotheke ein Bild mit den ganzen Besitzern zeigen lassen. Das war wirklich spannend!“

Bei der Hof Apotheke angekommen ist Mia ganz erstaunt. Sie beobachtet, wie einige Mitarbeiter mehrere Kunden in anderen Sprachen bedienen. „Die können ja sogar verschiedene Sprachen sprechen. Das ist ja interessant.“
„Vielleicht werde ich jetzt in die Hof Apotheke gehen, wenn ich krank bin. Da erlebt man einiges“, denkt Mia auf ihrem Nachhauseweg.