Warum hat Oldenburg einen Stadtrat?

„Max, sag mal, weißt du eigentlich, wer in Oldenburg bestimmt, wie hoch die Gebühren für die Müllabfuhr sind, welche Gebäude gebaut und bezahlt werden, oder wer die Straßennamen festlegt?“, fragt Mia ganz aufgeregt.
„Nee, wieso, weißt du das etwa?“, entgegnet Max verwundert. „Jaa!“, strahlt Mia und fügt hinzu: „All diese Entscheidungen trifft der Stadtrat, der sich aus Oldenburger Bürgerinnen und Bürgern zusammensetzt. Diese Bürger werden Ratsmitglieder genannt. Das hat mir alles mein Onkel erklärt, der uns gestern Abend besucht hat. Er sitzt selbst seit kurzem in diesem Rat!“, ergänzt Mia.

„Die Ratsmitglieder treffen sich regelmäßig, um gemeinsame Maßnahmen zu besprechen und zu bestimmen, die im Interesse der Stadt und ihrer Bewohner liegen. Außerdem beraten und unterstützen sie den Oberbürgermeister. Die erwachsenen Oldenburger Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, alle fünf Jahre die Zusammensetzung des Stadtrates neu zu wählen. Falls jemand also mit der Zusammensetzung nicht zufrieden ist, weil seine Interessen nicht ausreichend vertreten werden, muss er höchstens fünf Jahre warten und kann mit seiner Wahl Einfluss nehmen. Er kann sich – wie jeder andere erwachsene Oldenburger auch – sogar selbst in den Rat wählen lassen! So hat mein Onkel das auch gemacht.“

Max ist schwer beeindruckt von Mias politischen Kenntnissen und will mehr wissen. Darüber freut sich Mia und fügt hinzu: „Der Oldenburger Rat besteht aus 50 Ratsmitgliedern und dem Oberbürgermeister. Der Rat wird wie gesagt alle fünf Jahre neu gewählt. Der Oberbürgermeister ist der Chef der Stadtverwaltung und heißt zurzeit Jürgen Krogmann.“