Das Agenda-Büro

Die Aufgaben

In der Lokalen Agenda 21 arbeiten viele Oldenburger ohne Bezahlung für eine bessere Zukunft. Da gibt es zum Beispiel den Verschenkmarkt. Dort kann man fast alles abgeben, was man nicht mehr braucht. Ein anderer freut sich darüber. Und die Dinge wandern nicht in den Müll. Außerdem kann man dort nach Spielzeug, Kleidung, Radios, Büchern, Geschirr und allem, was man sonst so im Haushalt braucht, stöbern und darf es ohne zu bezahlen mit nach Hause nehmen.

In der Lokalen Agenda 21 gibt es auch Gruppen, die sich um eine bessere Umwelt kümmern. So helfen wir Kröten und Fröschen, damit sie nicht von Autos überfahren werden und immer einen Teich oder einen Graben finden, den sie zum Leben brauchen.

Für sauberes Wasser setzen sich sogar mehrere Agenda-Gruppen ein. Sie haben zum Beispiel eine Wasserkanone erfunden, mit der an heißen Sommertagen Wasser in Flüsse und Teiche gespritzt werden kann, damit die Fische genügend Sauerstoff bekommen.

Baumwurzeln halten auf natürliche Weise den Uferrand und geben Lebensraum für Flora und Fauna. An verschiedenen Fließgewässern innerhalb der Stadt hat die Agenda-Gruppe „Wasser“ – in Zusammenarbeit mit der Fischereijugend und in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde – Erlen als lebende Uferbefestigung gepflanzt. Ein durch Bäume befestigter Uferrand sieht doch auch viel besser aus als eine rostige Spundwand! Von der Agenda-Gruppe gepflanzte Weiden und Erlen halten schon nach wenigen Jahren das Ufer des Stadtgrabens hinter dem Theater auf natürliche Weise – Naturschutz mitten in der Stadt.

Straßengräben sind sehr wichtig. Sie leiten bei einem Unwetter die Regenmengen ab. Sie ermöglichen aber auch das Versickern des Wassers. Und sie bieten vielen Pflanzen und Tieren ein Zuhause. Außerdem kühlen sie an heißen Sommertagen die Luft. Leider wissen das einige Menschen nicht und werfen Müll hinein oder kümmern sich nicht um die Gräben. Hier sieht man eine Agenda-Gruppe dabei, wie sie einen Graben pflegt und unnütze Betonplatten wieder ausbaut, damit der Grabenrand wieder grün wird und der Graben wieder atmen kann.

Andere Agenda-Gruppen helfen armen Menschen in Oldenburg, zum Beispiel mit dem Oldenburg-Pass. Damit bekommt man, wenn man nur wenig Geld hat, vieles billiger. Zum Beispiel gibt es freien Eintritt in Museen, Ermäßigungen bei Sportvereinen, im Schwimmbad, für Fahrradreparaturen, für das Busfahren oder für einen Töpferkurs. So hilft die Lokale Agenda 21 armen Menschen in Oldenburg.

Speziell für Kinder

Speziell für Kinder bieten wir jede Menge Informationen und Aktionen an. Da wären zum Beispiel Erlebnisführungen über den Stadtökologischen Weg und der Verschenkmarkt. Mit unserer Zeitzeugenbörse schlagen wir Brücken zwischen den Generationen.

Alt und Jung kochen gemeinsam. Aber nicht irgendetwas! Frauen der Agenda-Gruppe „Zeitzeugenbörse" waren im Kinderhort Osternburg zu Gast. Eine der Frauen siehst du hier im Bild. Sie kocht mit den Kindern Zuck-Zack. Das ist ein einfaches Kartoffelgericht, was man früher im Krieg oder in der Zeit danach gekocht hat, weil es damals so gut wie kein Fleisch, Obst und Gemüse gab und die Menschen große Not litten. Zwischendurch bei diesem Besuch wurde aus alten Tagebüchern vorgelesen.

Deine Fragen

Fragen kann man uns zu allen Themen zu unseren Projekten. Mit Fragen zu einer zukunftsorientierten Entwicklung im Umwelt- und sozialen Bereich, der Beteiligung von Bürgern und der globalen Verantwortung bist du bei uns an der richtigen Stelle!

Die Agenda 21 wurde von den Vereinten Nationen erfunden. Es gibt sie auf der ganzen Welt und seit 1997 auch in Oldenburg. Jeder kann mitmachen. Das Agenda-Büro (Telefon 235-3246) steht dir dabei zur Seite.